Sabalenka: ehrlichkeit und selbstkritik nach laureus-auszeichnung

Aryna Sabalenka hat bei den Laureus Awards nicht nur die Auszeichnung als Sportlerin des Jahres entgegengenommen, sondern auch mit einer überraschend selbstkritischen Äußerung für Aufsehen gesorgt. Die Weltranglisten-Erste offenbarte, dass sie manchmal ein „schlechtes Beispiel“ sei, was ihren Aufstieg und ihre Karriere in einem neuen Licht erscheinen lässt.

Ein jahr voller kontraste und erkenntnisse

2025 war für Sabalenka zweifellos ein emotionales Hochseil. Die Triumphe bei Wimbledon und den US Open, das Final-Erlebnis in Roland Garros und die Pole Position in der Weltrangliste – eine Saison, die von extremen Höhen und Tiefen geprägt war. Bei der glamourösen Preisverleihung, wo auch Carlos Alcaraz als Sportler des Jahres gefeiert wurde, sprach die 27-Jährige offen über diese Achterbahnfahrt und die daraus resultierenden Lektionen. „Diese Auszeichnung bedeutet mir sehr viel. 2025 war eine Saison mit vielen Höhen und Tiefen, mit vielen harten Lektionen“, gestand sie.

Doch es war das Geständnis, das wirklich im Raum verweilte: „Manchmal bin ich ein schlechtes Beispiel und das ist auch gut zu sehen. ‚Okay, so sollte man es nicht machen, sondern so.‘“ Eine Aussage, die zeigt, dass selbst eine absolute Top-Spielerin ihre Fehler erkennt und daraus lernt. Es ist diese Ehrlichkeit, die Sabalenka so nahbar macht.

Vorbildfunktion und der druck der erwartungen

Vorbildfunktion und der druck der erwartungen

Trotz ihrer selbstkritischen Worte bleibt Sabalenka ihrem Ziel treu: die nächste Generation von Spielerinnen zu inspirieren. „Es war immer mein Ziel, die nächste Generation zu inspirieren. Ich wollte immer ein gutes Vorbild sein.“ Die Verantwortung, die mit der Position der Nummer Eins der Weltrangliste einhergeht, ist ihr bewusst. Sie weiß um ihre Wirkung und versucht, sowohl auf als auch neben dem Platz eine positive Figur abzugeben. „Wenn junge Spieler zu mir aufschauen, bedeutet mir das sehr viel. Deshalb versuche ich, Spaß zu haben und zu zeigen, dass man neben dem Sport auch Dinge braucht, die einen glücklich machen“, erklärte sie.

Die Saison ist jedoch noch lange nicht entschieden. Die French Open und Wimbledon stehen vor der Tür, und die Konkurrenz schläft nicht. Sabalenka hat sich klare Ziele gesetzt: „Ich will bei den French Open und in Wimbledon mein bestes Tennis zeigen und alles geben, um etwas Großes zu erreichen.“ Mit ihrer Kombination aus Power, Ehrgeiz und neuer Selbstreflexion ist sie bereit, die Herausforderungen anzunehmen. Ihre Vergangenheit hat sie gelehrt, mit Druck umzugehen und ihre Stärken optimal einzusetzen.

Sabalenka hat bewiesen, dass sie nicht nur auf dem Platz dominiert, sondern auch die Fähigkeit besitzt, ehrlich und selbstkritisch zu reflektieren. Ein Vorbild, das weit über die Tenniswelt hinaus wirkt.