Sabadell feiert historischen aufstieg – präsident spricht von neuanfang!
Ein Triumph, der die Stadt in Ekstase versetzt: Der Centre d'Esports Sabadell ist zurück im Profifußball! Nach einer turbulenten Zeit voller Krisen und Abstiege feiert der Verein nun einen historischen Aufstieg in die Segunda División. Präsident Pau Morilla-Giner ließ in einer Pressekonferenz seine Erleichterung und seinen Stolz kaum verbergen.

Die schmerzhaften jahre hinter sich gelassen
Noch vor zwei Jahren stand Sabadell am Rande des Abgrunds, kämpfte in der Segunda Federación ums Überleben und drohte sogar mit dem Konkurs. Die Erinnerungen an diese dunklen Zeiten, an „Zweifel, Wunden und Unsicherheiten“, wie Morilla-Giner es nannte, sind noch frisch. „Wir haben viel Dreck gefressen“, gestand der Präsident offen, „aber wir haben zwei unglaubliche Aufstiege geschafft – ein beispielloser Erfolg.“
Der Aufstieg bedeutet mehr als nur den sportlichen Wiederaufstieg. Er katapultiert Sabadell auf die Landkarte und verspricht einen zusätzlichen wirtschaftlichen Schub von schätzungsweise 13 Millionen Euro für die Stadt. „Wir sind hungrig danach, groß zu werden“, betonte Morilla-Giner, „aber wir wissen auch, dass dies erst der Anfang eines langen Weges ist.“
Ein neuer Geist weht über Sabadell Der Verein hat laut Morilla-Giner einen mentalen Umschwung vollzogen. „Wir haben alte Geschichten gebrochen“, erklärte er, „und sind in den entscheidenden Momenten als Sieger hervorgegangen. Der Fokus liegt nun auf sozialem Erfolg.“ Die steigende Anzahl an Mitgliedern, über 7.000, darunter viele junge Menschen, beweist den neuen Zusammenhalt. „Ich erinnere mich nicht an eine ähnliche Fan-Bindung“, reflektierte der Präsident. „Vor Jahren haben wir uns gefragt, wie wir die Nova Creu Alta wieder füllen können. Heute stellen wir uns die Frage, ob sie uns nicht zu klein geworden ist!“
Die Verkaufszahlen von Trikots sprechen ebenfalls Bände: Über 4.000 Stück haben den Verein bereits verlassen. „Es ist fantastisch, Kinder in Sabadell zu sehen, die stolz unsere Trikots tragen und sich an Spielern wie Urri, Miguelete oder Quadri orientieren“, freute sich Morilla-Giner. Der Verein habe eine Stärke erreicht, die seit 1988, dem letzten Jahr in der Primera División, nicht mehr erlebt wurde.
„Es ist vorbei mit dem panischen Herumirren und dem Ausverkauf“, erklärte der Präsident entschlossen. Er kündigte an, dass er nicht bereit sei, einzelne Spieler ziehen zu lassen, und dass Interessenten tief in die Tasche greifen müssten. „Wir sind zwar kein Kreuzer“, so Morilla-Giner, „aber wir haben die Mentalität eines großen Vereins. Wir wollen unabhängig sein, uns selbst finanzieren und nicht von Schulden abhängig sein. Viele spanische Topclubs sind bereits an ihren Schulden zugrunde gegangen – das wollen wir verhindern.“
Die Freude über den Aufstieg wird jedoch von einem Schatten überschattet: Der Vorfall um den Torwart Diego Fuoli, der während der Aufstiegsfeierlichkeiten beleidigende Äußerungen gegenüber dem spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez von sich gab, löste Empörung aus und wird intern untersucht. Der Fokus liegt nun aber auf der Zukunft – eine Zukunft, die für Sabadell rosiger aussieht als je zuvor.
