Tennis-revolution: itf wird zu world tennis – 140 millionen spieler bis 2035!

Ein Erdbeben erschüttert die Welt des Tennis: Die International Tennis Federation (ITF) hat sich in World Tennis umbenannt und plant einen ehrgeizigen Wachstumskurs. Das Ziel? Bis 2035 sollen weltweit 140 Millionen Menschen den Schläger schwingen – ein Zuwachs von über 30 Prozent. Doch der Weg zur Transformation ist steinig und erfordert eine beispiellose Zusammenarbeit aller Beteiligten.

Ein flickenteppich aus organisationen

Die Tenniswelt ist seit jeher von einer fragmentierten Struktur geprägt. Neben den vier Grand-Slam-Turnieren, die jeder mit eigener Agenda agiert, existieren die ATP und WTA Touren sowie eben die ITF. Diese Zersplitterung hat das volle Potenzial des Sports – der nach Bevölkerungszahlen der viertgrößte der Welt ist – stets ausgebremst. Nur 1,7 Prozent des globalen TV-Marktes entfällt auf Tennis. Ein erschreckender Wert, wenn man bedenkt, wie populär die Sportart tatsächlich ist.

„Ben wenig von dem, was wir uns vorstellen, kann isoliert erreicht werden“, betonte ITF-Präsident David Haggerty in einem offenen Brief. Die Botschaft ist klar: Einheit ist der Schlüssel zum Erfolg. Von den lokalen Vereinen über die nationalen Verbände bis hin zu den großen Touren und den Majors – alle müssen an einem Strang ziehen, um das ambitionierte Ziel zu erreichen.

Mehr als nur ein namenswechsel: der plan für die zukunft

Mehr als nur ein namenswechsel: der plan für die zukunft

World Tennis geht weit über einen bloßen Namenswechsel hinaus. Der Fokus liegt auf der Basis: Es soll Millionen von Kindern durch das Junior Tennis Initiative-Programm an den Sport herangeführt werden. Gleichzeitig werden die Nachwuchsspieler besser gefördert, mit dem Ziel, bis 2035 100 nationale Trainingszentren zu etablieren. Und das ist noch nicht alles: Mindestens 85 Prozent der Einnahmen sollen in den Sport reinvestiert werden, insbesondere in die 214 nationalen Verbände.

Neben der Basisarbeit sollen auch die Teamwettbewerbe – Davis Cup, Billie Jean King Cup und die World Team Cup – gestärkt und die Digitalisierung vorangetrieben werden. Neue Einnahmequellen sind ebenfalls geplant. Ein erster Schritt in diese Richtung ist der Launch des „Global Tennis Fan Survey“, einer Initiative zur Sammlung von Meinungen und Feedback von Fans weltweit. Als Anreiz winkt eine Reise zu den Davis Cup Finals 2026 nach Bologna.

Die Ambitionen von World Tennis sind ehrgeizig, aber nicht unmöglich. „Unser Ziel ist es, Tennis in jedem Winkel der Welt zu fördern“, erklärte Haggerty. „Tennis kann ein Tor zu unzähligen Möglichkeiten öffnen – sowohl auf als auch neben dem Platz – unabhängig davon, wer man ist oder woher man kommt.“

Ob World Tennis tatsächlich in der Lage sein wird, die Tenniswelt zu vereinen und das Wachstumspotenzial voll auszuschöpfen, wird die Zukunft zeigen. Die Ankündigung und der ehrgeizige Plan sind jedoch ein deutliches Signal: Die Sportart ist bereit für einen Neuanfang.