Rydzek und armbruster springen aufs podest – thannheimers kreuzband reißt

Lahti – Eine Medaille, ein Kreuzbandriss. Die deutsche Nordische-Kombination liefert beim Mixed-Team-Sprint das ganze Spektrum: Nathalie Armbruster und Johannes Rydzek jubeln über Bronze, während Wendelin Thannheimer mit dem Schlimmsten zurückbleibt – zwölf Monate Pause, ein Jahr Wettkampfluft einfach weg.

Die Taktik war klar: nicht vor dem Wind flüchten, sondern warten, bis die Läuferinnen den Vorsprung der Springer auffressen. Gesagt, getan. Nach dem Springen noch Vierter, schaufelten Armbruster und Rydzek 12,5 km lang die Finnen und Norweger ein. 25:48,7 Minuten stehen am Ende auf dem Zettel – nur sechs Sekunden hinter dem Zweiten Finnland, 25 hinter dem haushohen Sieger Norwegen. „Wir haben uns eiskalt aufgehalten“, sagt Armbruster im ZDF, und Bundestrainer Eric Frenzel grinst: „So ein Tag schweißt zusammen.“

Das zweite deutsche Duo Vinzenz Geiger und Ronja Loh landet abgeschlagen auf Rang elf, aber das interessiert momentan niemanden. Die Blicke ruhen auf Thannheimer.

Sturz von der großschanze – saison sofort beendet

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Der Oberstdorfer war gestern nach der Landung weggerutscht, humpelte mit schmerzverzerrtem Gesicht ins Out. Die MRT-Untersuchung im lahtischen Krankenhaus bestätigt den Verdacht: vorderes Kreuzband links komplett durch, Außenmeniskus zusätzlich zerrissen. Montag folgt die Operation in München, danach ein Jahr Reha. Für den 26-Jährigen beginnt die Uhr erst einmal ohne Wettkampfkalender zu ticken.

Die Nordische Kombination liefert also die alte Leier: Sieg und Trauer innerhalb von 24 Stunden. Die Medaille hängt im Teamzelt, Thannheimers Blick hängt an der Wand – ein Jahr lang.