Rwo empfängt schalke ii: klaß fällt aus, stoppelkamp wartet
Sechs Punkte Rückstand auf Fortuna Köln, ein operierter Kapitän und ein 39-Jähriger, der zunehmend auf der Bank versauert. Rot-Weiß Oberhausen steckt mitten in einem Frühjahr voller Widersprüche – und empfängt am Freitagabend ausgerechnet Schalke 04 II, den Tabellendritten, der selbst nicht mehr so recht weiß, wohin die Reise gehen soll.
Klaß fällt wochenlang aus – ein schlag ins kontor
Der härteste Schlag kam nicht auf dem Spielfeld, sondern danach. Nico Klaß, 28 Jahre alt, Kapitän, Abwehrchef und mentale Stütze der Kleeblätter, zog sich im Stadion Rote Erde einen Syndesmoseriss zu. Er wurde bereits operiert. Rückkehr? Frühestens zur Saisonvorbereitung. Das ist nicht einfach ein Ausfall – das ist ein Loch in der Seele der Mannschaft.
Trainer Sebastian Gunkel muss improvisieren. Simon Ludwig (22) soll die Lücke in der Innenverteidigung schließen. Immerhin kehren zwei gesperrte Kräfte zurück: Eric Gueye und Tim Krohn stehen wieder zur Verfügung. Krohn, von Rostock ausgeliehen, hatte bei seinem letzten Kurzeinsatz gegen Rödinghausen ein Tor erzielt und dabei mehr Belebung ins Angriffsspiel gebracht als mancher Stammspieler in ganzen Halbzeiten.

Stoppelkamp sitzt, und niemand erklärt warum
Seit Wochen hängt ein Schleier über Moritz Stoppelkamp. Der mittlerweile 39-Jährige kommt kaum noch zum Zug – kein einziges Regionalliga-Spiel über 90 Minuten in dieser Saison. Gunkel lässt ihn stehen, ohne sich zu erklären. Das ist sein gutes Recht. Aber es ist auch eine sportliche Frage, die sich aufdrängt: Wer, wenn nicht Stoppelkamp mit seiner unberechenbaren Spielintelligenz, soll dem bisweilen allzu schematischen Oberhausener Angriffsspiel die nötige Unberechenbarkeit geben?
Gunkel hat die Qual der Wahl im Sturm – Timur Kesim ist zurück und etabliert, Buri Nyuydine trifft zuverlässiger als noch vor Wochen. Vielleicht ist das die Antwort. Vielleicht auch nicht. Der Trainer schweigt, und Stoppelkamp wartet.

Schalke ii: ein gegner ohne klares ziel
Die U 23 des FC Schalke 04 kommt als Dritter – aber mit einer Identitätskrise im Gepäck. Trainer Jakob Fimpel sprach nach dem 1:2 gegen Mönchengladbachs Jungfohlen zwar nicht von mangelnder Qualität, machte aber deutlich, dass Aufstieg nicht die „Aufgabe
