Runjaic schickt udinese mit solet und zaniolo gegen genoa in den kampfmodus

Kosta Runjaic wetzt die Klingen. Der Udinese-Coach brennt auf das Duell beim formstarken Genoa, sieht seine Mannschaft aber gerüstet. Solet rückt sofort in die Startelf, Bertolakann nach Teiltraining mitreisen – und Nicolò Zaniolo? Der Italiener ist laut Runjaic „in jedem System ein Option“, egal ob 3-4-1-2 oder 3-4-3.

„Genoa sammelt zu Hause Punkte wie ein Sammler limitierter Sneaker“, sagte der 55-Jährige gestern in der Pressekonferenz. „Wir müssen bereit sein, gemeinsam zu leiden und gemeinsam zu kämpfen.“ Die Zahlen bestätigen seine Einschätzung: Die Rossoblù holten aus den letzten fünf Heimspielen 13 Zähler – nur Inter und Napoli waren besser.

Solet startet, bertola reist nach

Der Blick auf die Krankenliste fällt kurz. Enzo Solet absolvierte die komplette Woche ohne Beschwerden und wird erstmals seit seinem Muskelfaserriss wieder von Anfang an auflaufen. „Er hat Trainingsintensität und Ballsicherheit, die wir brauchen“, so Runjaic. Für Jesper Bertola, der erst zwei Teileinheiten mit der Gruppe absolvierte, gilt: Mitflug ja, Einsatz nur ohne Risiko. Die Mediziner entscheiden nach der morgigen Abschlusseinheit.

Das System? Flexibel. Udinese probierte zuletzt eine Mischung aus 3-4-3 und 3-4-1-2, mit Lazar Samardžić als freier Zehner hinter den Spitzen. „Der Ballbesitz stimmte, die Räume waren gut besetzt“, analysierte Runjaic. „Zaniolo passt in beide Varianten, wir schauen, wen wir wann brauchen.“

Letzter punch vor der nations-league-pause

Letzter punch vor der nations-league-pause

Für Udinese geht es um mehr als drei Punkte. Nach dem Spiel in Genua folgt die letzte Länderspielpause – ein Sieg würde die Friulaner auf Platz siegen und die Europa-League-Ränge in Reichweite bringen. „Wir wollen mit breiter Brust in die Pause gehen“, sagte Runjaic. „Dafür zahlen wir Preis, Schweiß und, wenn nötig, auch etwas Blut.“

Anpfiff in der Stadio Luigi Ferraris ist morgen um 15.00 Uhr. Wer jetzt noch Tickets sucht, muss sich beeilen – restliche Kontingente kosten zwischen 35 und 85 Euro, der Vorverkauf läuft auf Hochtouren.