Rueda kehrt nach hause zurück: emotionale rückkehr in seine heimat
José Antonio Rueda, der junge Spanier, der in der Moto3-Klasse die Welt eroberte, kehrt zum Heimrennen in Jerez zurück – und bringt eine bewegende Geschichte mit sich. Nach ersten Punkten in der Moto2 in Austin, wo er sich in der anspruchsvollen Zwischenklasse behauptet, öffnet sich der Sevillaner nun persönlich und blickt zurück auf seinen Weg zum Weltmeister und seinen Werdegang.
Kindheitsträume in los palacios
Ruedas Wurzeln liegen in Los Palacios y Villafranca, einem kleinen Ort mit rund 300 Einwohnern. „Meine Kindheit war sehr ruhig“, erinnert er sich. „Wo ich wohne, ist es eben so – ein kleines Dorf.“ Der Duft von Benzin und die Begeisterung für Motorräder wurden durch seinen Vater geweckt, der eine Yamaha mit einem raumgreifenden Hubraum von 1000 Kubikzentimetern besaß. „Immer wenn er sie startete, war ich sofort dabei. Ich liebte diesen Geruch.“ Die Besuche bei den Rennen mit seinen Eltern weckten die Leidenschaft, die ihn bis heute antreibt.
Doch es war nicht nur die Faszination für Motorräder, die Rueda prägte. Seine Urgroßmutter war eine Zirkusartistin und zog mit ihrem Zirkus umher. Diese wandernde Lebensweise, die Freiheit und den Abenteuergeist, schien auch in Rueda zu wirken.

Der moment der entscheidung: ein geschenk der großmutter
Der entscheidende Moment kam früh. „Meine Großmutter schenkte mir mein erstes Moped, ein elektrisches. Ich liebte es!“, erzählt Rueda. Ein Ausflug auf einen provisorischen Kart-Parcours mit nur drei Jahren und einem selbstgebauten Kurs aus Reifen veränderte alles. „Es waren andere Jungs mit Benzinmotoren da und ich dachte: 'Ich will auch so eins!'“ Dieser Wunsch war der Beginn einer Karriere.
Estrella Galicia 0,0 spielte eine entscheidende Rolle in seiner Entwicklung. „Schon 2016 war ich im Speed Racing und im darauffolgenden Jahr kam der Kontakt zu Monlau Competición mit Estrella Galicia 0,0. Es waren großartige Erinnerungen. Ich habe immer mein Bestes gegeben.“ Der Gewinn des Titels im gleichen Jahr machte ihn zum Aushängeschild des Teams. „Ich erinnere mich genau an den Moment, als mein Vater mir in Aragón mitteilte, dass wir in ein Team aufgenommen werden. Es war ein unvergesslicher Augenblick.“

Die bedeutung der heimat
Trotz des hektischen Rennlebens hält Rueda fest zu seinen Wurzeln. „Mein Dorf ist ein Ort der Ruhe und Entspannung. Nach einem anstrengenden Rennwochenende kann ich hier abschalten, trainieren und mich auf die nächste Herausforderung vorbereiten. Es gibt mir Ausgeglichenheit.“
Die Familie, insbesondere seine fünf Geschwister, ist ein weiterer wichtiger Anker. „Sie sind meine Stütze. Ohne die Unterstützung meiner Eltern und ihrer Opfer in meiner frühen Karriere wäre ich nicht da, wo ich heute bin.“ Sein älterer Bruder fungiert sogar als Fotograf und Social-Media-Manager. „Es ist großartig, diese Momente mit meiner Familie teilen zu können.“
Rueda blickt zurück auf sein Leben mit Dankbarkeit. „Sie sagen mir immer, ich soll das Fahren genießen, denn der Rest kommt von selbst. Das ist wichtig, denn harte Arbeit ist die Grundlage für Erfolg.“

Die herausforderung moto2 und die zukunft
„Die Moto2 ist eine sehr schwierige Kategorie. Man muss vorsichtig sein und nicht überstürzt vorgehen. Mein Ziel ist es, konstant Punkte zu sammeln und mich weiterzuentwickeln.“ Rueda weiß, dass der Weg zum Erfolg lang ist, aber er ist bereit, die Herausforderung anzunehmen.
Mit dem Heimrennen in Jerez steht nun ein besonderes Ereignis an.
