Rüdiger-foul: verwirrt schiedsrichter bayern-chance?

Madrid – Unheilvolle Szenen im Champions-League-Halbfinal-Hinspiel zwischen Real Madrid und dem FC Bayern! Nur wenige Augenblicke vor Kylian Mbappés vermeintlichem 3:2-Treffer für die Königlichen, sorgte ein strittiger Zweikampf zwischen Josip Stanisic und Antonio Rüdiger für heftige Diskussionen und möglicherweise einen verpassten Vorteil für die Bayern.

Wurde mbappés tor zu früh anerkannt?

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Die Situation: Stanisic hatte in der gegnerischen Hälfte den Ball gewonnen und sich Richtung Real-Sechzehnter in Bewegung gesetzt. Sein geplanter Pass auf Serge Gnabry wurde jedoch durch einen harten Check von Antonio Rüdiger unterbrochen, der den jungen Kroaten zu Boden schickte. Ein Foul? Für viele Zuschauer und insbesondere die Bayern-Fans im Stadion schien die Antwort klar zu sein.

Kompany vom Platz – Rüdiger bleibt stehen. Doch Schiedsrichter Slavko Vincic ließ das Spiel weiterlaufen. Rüdiger selbst, anstatt sich zu entschuldigen, schrie seinen Gegenspieler an, er solle sich bitte wieder aufrappeln. Parallel dazu startete Vinícius Júnior einen Konter, der Mbappé in Szene setzte und den französischen Stürmer zum vermeintlichen 3:2-Treffer schoss. Ob dieser Treffer zu Recht zählte, ist nunmehr die Frage.

Die Reaktionen der Bayern waren heftig. Vincent Kompany, der Trainer der Münchner, protestierte lautstark gegen die Entscheidung des Schiedsrichter-Teams und zog sich dafür eine Gelbe Karte zu. Das bedeutet, dass Kompany im Rückspiel gegen PSG, sollte es dazu kommen, gesperrt wäre – ein herber Verlust für die bayerische Mannschaft. Stanisic musste aufgrund der Verletzung in der Halbzeitpause durch Alphonso Davies ersetzt werden.

Sport1-Experte Peter Neururer zeigte sich jedoch überraschend tolerant: „Nein, im Leben nicht ein Foul! Er geht normal dahin“, erklärte er im Sport1-Fantalk. Seine Einschätzung steht jedoch im krassen Gegensatz zu den Ansichten vieler anderer Experten und Fans, die in Rüdiger’s Aktion ein klares Foulspiel sehen.

Die Szene wirft ein schlechtes Licht auf die Professionalität einiger Akteure und unterstreicht erneut, wie fragwürdige Entscheidungen im Fußball die Ergebnisse maßgeblich beeinflussen können. Ob die Bayern-Führung Einspruch gegen die Entscheidung einlegen wird, bleibt abzuwarten. Fest steht: Der Vorfall wird noch lange nachhallen und die Diskussionen über die Fehler der Schiedsrichter weiter anheizen.