R-truth und priest stürzen smackdown – wrestlemania 42 bekommt sein verrücktes hauptquartier
Kein Schreibtisch, kein Script, kein Problem: R-Truth und Damian Priest haben die WWE Tag Titles in der Nacht von Freitag auf Samstag gekapert – und mit ihnen einen Startplatz auf der WrestleMania 42-Card gesichert, den niemand auf der Liste hatte.
Die 54-jährige Kultfigur und der ehemalige World Champion schalteten The MFTs (Solo Sikoa & JC Mateo) in knapp acht Minuten aus. Truth landete den Pin mit John Cenas alten Finisher – ein Move, der vorher schon Jahre auf der WWE-Bühne verstaubte. Die Reaktion: das komplette Smoothie King Center in New Orleans schrie sich die Seele aus dem Leib, während die Kameras einen Jeff Hardy im Publikum einfingen, der ungläubig den Kopf schüttelte.

Die hinterbühne: ein vertrag, der eigentlich tot war
Interne E-Mails, die TSV Pelkum Sportwelt vorliegen, zeigen: WWE plante ursprünglich, R-Truth nach 24 Jahren Rohdaten im vergangenen Sommer auslaufen zu lassen. Die Fan-Kampagne #KeepTruthAlive sammelte innerhalb von 48 Stunden 1,2 Millionen Interaktionen – ein Wert, den sonst nur Roman Reigns auf Twitter erreicht. Eine Woche später saß Ron Killings selbst im Büro von Nick Khan und unterschrieb stattdessen ein Zweijahres-Deal mit Option auf Teilzeit-Rolle als Trainer im Performance Center.
Für Priest ist der Titelgewinn eine Retourkutsche nach Monaten, in denen er als „Placeholder-Champion“ durch die Shows geschoben wurde. Die Company hatte ihn nach seinem kurzen World-Titel-Run im Frühjahr 2025 auf Mid-Card-Niveau abgeschoben – jetzt steht er mit einem Partner in der Hand, der TikTok und ESPN gleichermaßen bedient.
Die Zahlen sprechen für sich: SmackDown verzeichnete laut Nielsen live 2,34 Millionen Zuschauer – plus 18 % gegenüber Vorwoche. Der YouTube-Clip der Siegsequenz knackte binnen zwölf Stunden die Drei-Millionen-Marke. Und die Merchandise-Kasse? Ein Limitierter „Truth & Priest – Unlikely Kings“-Hoodie war am Samstagvormittag ausverkauft, bevor die meisten Fans aufwachten.
WrestleMania 42 in Las Vegas bekommt damit ein Tag-Team-Match, das niemand bestellt, aber jeder sehen will. Die Frage ist nicht, ob Truth und Priest die Titel verteidigen – sondern wie lange WWE es schafft, das verrückte Momentum vor 80 000 Fans im Allegiant Stadium zu wiederholen. Die Antwort lautet: solange R-Truth noch einen Sprung in den Beinen hat. Und der ist, 54 hin oder her, noch lange nicht am Ende.
