Royals zerlegen marburg mit 95:62 und peilen jetzt den titel
33 Punkte Differenz, 40 Minuten Machtdemonstration: Die Saarlouis Royals haben die Hauptrunde mit einem K.o.-Sieg gegen den BC Marburg gekrönt und den Playoff-Favoriten-Status eindrucksvoll untermauert.

Stadgartenhalle wird zur festung
Schon im ersten Viertel legten die Royals den Grundstein für die Demontage: 24:16 nach zehn Minuten, danach wurde der Vorsprung jedes Viertel größer. Am Ende leuchtete eine 95:62-Anzeige, die selbst das mitgereiste Marburger Anhang verstummen ließ. „Wir wollten ein Statement abgeben“, sagte Trainerin Lisa Thomaidis nach dem Schlusspfiff, „und das haben wir getan.“
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: 56 % Feldwurfquote, 14 Dreier, nur 9 Ballverluste – Saarlouis dominierte in jeder Kategorie. Marina Strokalj steuerte 22 Punkte bei 5/7 aus der Distanz bei, Emily Bessoir füllte das Statistikblatt mit 18 Punkten, 8 Rebounds und 6 Assists. Die Royals agierten wie ein einziger, gut ölter Mechanismus; Marburg wirkte dagegen wie ein Fahrplan-Verbund, der aus dem Takt geraten war.
Die Saarländerinnen beenden die Hauptrunde mit 18:4 Punkten auf Platz zwei – nur ein Sieg hinter der Tabellenführung aus München. Doch die wahre Saison beginnt jetzt. Am Gründonnerstag, 2. April, 19.30 Uhr, empfangen die Royals im Viertelfinale den Tabellensechsten. Die Stadtgartenhalle wird wieder ausverkauft sein, die Fans werden schon Stunden vor Anpfiff ihre Schals schwingen – und die Gegner wissen, dass sie in Saarlouis nicht nur gegen fünf Spielerinnen, sondern gegen eine ganze Region antreten.
Die Playoffs im Modus „Best of Three“ versprechen Drama, Schweiß und möglicherweise die nächste Pokalrevanche: Im TOP4-Turnier mussten sich die Royals gerade Marburg mit 62:73 beugen. Die Akteurinnen haben das nicht vergessen. „Wir wollen den Pokalverlust wettmachen“, sagte Kapitänin Alina Hartmann und lächelte dabei nicht einmal. Die Botschaft ist klar: Für die Royals ist erst das Halbfinale das Ziel, alles andere wäre ein Rückschritt. Die Jagd auf den Titel beginnt – und sie beginnt in der eigenen Halle, wo die Gegner in dieser Saison noch keinen Sieg feiern durften.
