Rowe packt mit rabiot-vergangenheit auf: „kein groll, wir sind profis“
Bologna – Die Luft scheint aus der alten Rivalität zwischen Jonathan Rowe und Adrien Rabiot verflogen zu sein. Der junge Angreifer des Bologna FC hat sich in einem Interview mit dem Corriere di Bologna erstmals ausführlich zu dem Disput geäußert, der im vergangenen Jahr beim französischen Klub Olympique Marseille für Aufsehen sorgte. Ein Kapitel, das nun, mit Rowes Wechsel in die Serie A, ein neues Ende findet.

Ein holpriger abschied aus marseille
Die Geschichte ist schnell erzählt: Rowe und Rabiot, zwei talentierte Spieler, gerieten im französischen Fußball in Streit. Die Situation eskalierte derart, dass beide schließlich vom OM abgegeben wurden. Rowe heuerte in Bologna an, Rabiot schloss sich dem AC Mailand an. Doch was genau vorgefallen ist, blieb lange im Dunkeln.
„Es war keine einfache Zeit in Marseille“, gestand Rowe nun. „Jeder noch so kleine Zwischenfall wurde übertrieben. Die Atmosphäre war geladen.“ Er betonte, dass er keinen Groll hege. „Wir sind erwachsene Männer und im Fußball passieren solche Dinge. Man lässt sich von Emotionen mitreißen. Es kommt vor, dass es zu solchen Situationen kommt, die aber nicht öffentlich werden.“
De Zerbi und Rowes Weggang: Ein weiterer Aspekt, den Rowe beleuchtete, war seine Rolle unter Trainer Roberto De Zerbi. „De Zerbi hat das System geändert, und das hat mir nicht geholfen. Ich bin nach Marseille gegangen, um unter ihm zu spielen, und habe viel gelernt. Ich wünsche ihm und Tottenham alles Gute.“ Die Worte Rowes deuten auf eine gewisse Enttäuschung über die sportliche Entwicklung in Südfrankreich hin, die letztendlich zu seinem Abschied führte.
Die Verpflichtung Rowes durch Bologna und seine anschließende Begegnung mit Rabiot in der Serie A zeigen, dass selbst hitzige Auseinandersetzungen im Fußball nicht unüberbrückbar sein müssen. Eine neue Chance, die beide Spieler nun nutzen, um ihre Karriere in den Fokus zu rücken. Ob Rabiot und Rowe sich nun in der Serie A wieder begegnen werden, sei dahingestellt. Fest steht: Rowe hat die Vergangenheit hinter sich gelassen und blickt nach vorne.
