Rory mcilroys teure gaumenfreude: champions dinner kostet ein vermögen
35 grüne Jacken, 33 Anwesende, eine Rechnung ohne Limit: Rory McIlroy hat das traditionelle Champions Dinner vor dem Masters in Augusta zur kulinarischen Bankrotterklärung hochstilisiert. Wagyu, Elch, D'Yquem '89 – und eine Champagner-Flasche, die locker ein Auto kostet.
Die rechnung ging an mcilroy, die erinnerung an jeden tropfen
Salon Brut 2015 als Aperitif, Batard-Montrachet 2022 zum Einstieg, Lafite 1990 zum Hauptgang, D'Yquem '89 zum Dessert – wer dachte, Golf sei langweigig, sollte McIlroys Weinkarte lesen. Der Nordire ließ die Korken knallen wie andere Teebeutel ziehen. Die Summe? Augusta schweigt, Sommeliers schätzen: locker 80.000 Dollar nur für die Flaschen.
Das Menü selbst liest sich wie die Bucket-List eines sterbenden Gourmets: Datteln im Bacon nach Rezept von Mutter Rosie, Peach-Ricotta-Flatbread mit Georgien-Pfirsichen, Rock-Shrimp-Tempura, Elk-Sliders als Reminiszenz an seinen Trainings-Camp-Urlaub in Wyoming. Dazu Tatar vom Yellowfin, bei Eric Ripert in New York einstudiert, serviert auf hausgemachter Baguette-Scheibe mit hauchdünnem Foie-Gras-Topping. Fleischlose Alternative: Lachs. Fleisch-Option: Wagyu-Filet, medium.
Die Beilagen klingen bescheiden, sind es aber nicht: Brüsseler Knospen, butterglasierte Karotten, knusprige Vidalia-Zwiebeln – alles aus dem Garten von Augusta, zwei Autostunden entfernt geerntet. Süßer Schlusspunkt: Sticky Toffee Pudding mit Vanilleeis, genug Zucker, um den Blutzuckerspiegel der gesamten PGA Tour zu sprengen.

Nur zwei grüne fehlten – und einer musste zahlen
Phil Mickelson sagte wegen Familienpflichten ab, Tiger Woods bleibt nach seinem Autounfall weiter in der Versenkung. Die restlichen 33 Sieger folgten der Einladung, zogen die grüne Jacke über das Hemd und marschierten in den zweiten Stock der Clubhouse, wo Chairman Fred Ridley den Tisch anführte. Tradition: Der Titelverteidiger sitzt rechts vom Boss, der Boss sitzt links vom Titelverteidiger, und am Ende unterschreibt der Titelverteidiger die Rechnung.
McIlroy nahm es mit Humor. „Ich habe vor zehn Jahren mit Wein-Sammeln angefangen, heute Abend habe ich meine Sammlung halbiert“, scherzte er. Die Gäste lachten, tranken, aßen – und wissen: Nächstes Jahr darf wieder jemand anders die Kreditkarte zücken. Vorausgesetzt, McIlroy verteidigt nicht erneut. Dann wird es teuer. Wieder.
