Ronaldo fliegt nach madrid – wm-traum schwindet

Cristiano Ronaldo ist am Boden. Die Muskelverletzung, die ihn vor zwei Wochen in der Saudi Pro League zu Boden sinken ließ, entpuppt sich als Biss in den eigenen Mythos. „Schwerer als gedacht“, sagt Al-Nassr-Coach Jorge Jesus knapp – und schickt seinen Superstar nach Spanien.

Al-nassr gibt 41-jährigen frei – madrid statt mannschaftstraining

Jesus‘ Worte klingen wie ein Seufzer. „Cristiano wird nach Madrid fliegen, wie andere Spieler auch, die sich dort behandeln ließen.“ Dort wartet sein Privattherapeut, dort wird der fünfmalige Weltfußballer allein gegen die Zeit kämpfen. Die Kniesehne am linken hinteren Oberschenkel hatte zunächst nur zwei bis vier Wochen Pause angekündigt. Jetzt redet niemand mehr von Terminen.

Die nächsten beiden Liga-Spiele verpasst Ronaldo sicher. Doch das ist Nebensache. Die eigentliche Frage lautet: Reicht es noch für die WM 2026? In den USA, Mexiko und Kanada könnte Ronaldo als erster Spieler überhaupt seine sechste Endrunde bestreiten – wenn er bis Juni wieder Vollgas geben kann.

Portugals chefarzt schweigt – die uhr tickt

Portugals chefarzt schweigt – die uhr tickt

In Lissabon schaltet man sich aus. Die FPF verweist auf „laufende Evaluierungen“, nennt aber keinen Zeitrahmen. Intern ist man längst im Krisenmodus: Kein Ronaldo, kein Publikumstransfer, kein Marketing-Gag. Die Qualifikation läuft, der Kader altert mit ihm.

Ronaldo selbst postete vor der Abreise lediglich ein Schwarz-Weiß-Bild aus dem Flugzeug. Kein Text. Nur das Gesicht, halb im Schatten. Die Inszenierung funktioniert noch, der Körper streikt.

41 Jahre, 850+ Pflichtspiel-Tore, ein Ruf, der lauter ist als jede Diagnose. Aber Muskeln kennen keine Legenden. Wenn sich die Fasern erst einmal verabschiedet haben, bleibt selbst Ronaldo nichts als die nächste Reha-Einheit. Madrid ist Station eins. Die WM rückt in weite Ferne.