Ronaldinhos freistoß: seaman-patzer oder genialer schachzug?

Vor 24 Jahren ließ Ronaldinho das Wembley-Stadion verstummen. Sein Freistoß im Viertelfinale der WM 2002 gegen England ging als eines der umstrittensten Tore der Fußballgeschichte ein – und die Frage, was damals wirklich geschah, wird bis heute diskutiert. War es ein Fehler von Englands Torwart David Seaman oder eine Meisterleistung des brasilianischen Magiers?

Die szene, die fußballgeschichte schrieb

Die szene, die fußballgeschichte schrieb

Es war der 21. Juni 2002. Das Viertelfinale der Weltmeisterschaft zwischen Brasilien und England. Ein Duell der Titanen, bei dem individuelle Glanzleistungen und kleine Unachtsamkeiten den Unterschied ausmachen konnten. Als Ronaldinho sich circa 35 Meter vor dem Tor den Ball zum Freistoß zurechtlegte, stand Seaman bereits in seiner Ein-Mann-Mauer, bereit, Anweisungen zu geben. Was folgte, war ein Moment, der in die Annalen des Fußballs einging.

Ronaldinhos Freistoß, eine Flugbahn, die sich unvorhersehbar senkte, fand den Weg in den linken Winkel. Seaman, der offenbar auf eine Flanke gehofft hatte und zu weit vor seinem Kasten stand, hatte keine Chance. Der Ball war drin – 2:1 für Brasilien, der späteren Weltmeister. Die Diskussion über die Schuldfrage entbrannte sofort.

War es ein Patzer oder ein genialer Schachzug? Einige sahen in Seamans frühen Schritt zur Kugel den entscheidenden Fehler. Andere wiederum betonten Ronaldinhos brillante Täuschung. Der Brasilianer ließ alles auf eine Flanke hindeuten – Körpersprache, Blickkontakt zu seinen Mitspielern, sogar seine Fußstellung beim Schuss. Es war eine Täuschung, die Seaman auf den ersten Blick nicht zu durchschauen war.

Ronaldinhos Erklärung: