Roms neuer zehner ist 15: guaglianone jagt totti
Trigoria schielt schon wieder nach Rom. Mattia Guaglianone trägt das Trikot mit der 10, schlägt Freistöße wie ein Meister und wird in den Katakomben des Trainingszentrums mit Francesco Totti verglichen – der Junge ist gerade einmal 15 Jahre und 11 Monate alt.
Die rosea entdeckte ihn in der zweiten klasse
2023 schrieb die Gazzetta dello Sport erstmals über ihn. Damals führte er die Roma-U13 zum Titel im prestigeträchtigen Torneo Manlio Selis und wurde zum besten Spieler gewählt. Seit diesem Tag wächst der Mythos schneller als der Teenager selbst.
Die Zahlen sind laut, die Bewegungen lautlos. Guaglianone tritt an den Ball, als wüsste er schon vorher, wo er landen wird. Sein Trainer im Centro Sportivo Fulvio Bernardini nennt ihn „computerizzato“ – ein Spieler, dessen Entscheidungen nicht reagieren, sondern vorausdenken.
Der Vergleich mit Totti ist kein Marketing-Gag. Er kommt aus den Kabinen, wo Veteranen den Jungen beobachten, wie er nach dem Training noch zwanzig Minuten lang Ecke für Ecke schlägt, bis der Ball genau dort aufkommt, wo die Netztasche die Latte trifft.

Im april wird er 16 und darf endlich unterschreiben
Sein Vater Salvatore bringt ihn jeden Morgen um 6:30 Uhr von der Prenestina bis nach Trigoria. Auf dem Beifahrersitz: ein Tablet mit Videos von De Rossi, Totti, Pellegrini – und jetzt auch mit seinen eigenen Highlights, geschnitten vom Videoanalyst der Primavera.
Die Roma wartet. Der Vertrag liegt bereit, drei Jahre plus Option auf die Profimannschaft. Die Ablöse wäre lächerlich, das Potenzial nicht. Klubs aus England und Spanien haben schon geklingelt, doch Guaglianone trägt seit der zweiten Klasse nur Schwarz-Rot im Herzen.
Am 14. April 2025 wird er endlich 16. Dann darf er den ersten Profivertrag unterschreiben. Bis dahin trainiert er weiter mit dem Ball, der schwerer wirkt als seine Zukunft – und das will etwas heißen.
