Roland-garros 2026: die preisgelder platzen – spieler planen boykott live im tv
Die Zahlen sind raus, und die Luft in Paris wird dünner: Roland-Garros stockt die Preisgelder für 2026 gerade einmal um 4,2 Prozent auf – ein Tropfen auf den heißen Stein. Die Reaktion folgt sofort. Die Spieler sprechen offen von Streik, und die erste Eskalationsstufe läuft schon ab Sonntag, 24. Mai, im Bois de Boulogne.

15 Minuten und raus: die geheime protest-anleitung
Wer in den Mixed-Zone-Korridoren lauscht, hört keine Drohungen, sondern Fakten. „Wir treten 15 Minuten zu Pressekonferenzen, dann stehen wir auf“, flüstert ein Top-30-Profi. Offizielle TV-Partner TNT Sports und Eurosport sollen leer ausgehen – keine Interviews, keine Mikrofone, keine Zitate. The Athletic hat das interne Memo bereits veröffentlicht; die Rufe nach mehr Geld werden lauter.
Die Kernforderung: 22 Prozent der Grand-Slam-Gewinne sollen an die Athleten fließen, statt bisher 15. Die vier Majors kassieren jedes Jahr umgerechnet über 2,5 Milliarden Euro – die Spieler sehen sich als ausgebeutete Showdarsteller. „Wir riskieren Knie, Schultern, Karrieren. Und wofür? Für eine Handvoll Scheine und ein Selfie mit dem Pokal“, sagt ein Sprecher der ATP-Spieler-Rats.
Die Organisatoren von Roland-Garros halten sich bedeckt. „Wir respektieren die Spieler“, heißt es in einer knappen Stellungnahme. Mehr kommt nicht. Dabei hätten sie die Rechnung schnell selbst in der Hand: Erhöhen sie die Preisgelder auf 22 Prozent, würde das gerade einmal 140 Millionen Euro kosten – umgerechnet 5,6 Prozent des Gesamtumsatzes der vier Grand Slams.
Die Uhr tickt. In sieben Tagen beginnt das Turnier. Werden die Stars wirklich die Mikros abdrehen, die Kameras ignorieren und stattdessen mit leeren Stühlen vor Journalisten sitzen? Die Geschichte lehrt: Wenn die Spieler einmal geschlossen auftreten, bekommen sie, was sie wollen. Paris ist der perfekte Schauplatz – und die Tricolor-Fahne weht bereits im Wind.
Die Botschaft ist klar: Entweder das Geld fließt, oder das Theater bleibt aus. Für die French-Open-Macher steht diese Woche mehr auf dem Spiel als ein paar Cent mehr pro Ballwechsel. Es geht um die Glaubwürdigkeit des kompletten Sports. Und die könnte genauso schnell zerplatzen wie eine Tennisschnur bei 30 Grad im Schatten von Court Philippe-Chatrier.
