Rivero schreibt geschichte: vom biathlon zum em-silber!

Higinio Rivero, ein Name, der in der Welt des Sports für Aufsehen sorgt. Der baskische Athlet hat nicht nur bei den Paralympics in Milán-Cortina Geschichte geschrieben, als erster Spanier überhaupt im Biathlon an den Start ging – er setzt seine Erfolgsgeschichte fort und krönt sie mit einer Silbermedaille bei der Para-Europameisterschaft im Kanusport.

Ein multitalent auf kurs: riveros außergewöhnliche karriere

Ein multitalent auf kurs: riveros außergewöhnliche karriere

Riveros Leistungen sind schlichtweg beeindruckend. Seine Teilnahme an den Paralympics in drei verschiedenen Sportarten – Piragüism, Ski und Biathlon – ist beispiellos. Nach seinen Auftritten in Tokio 2020 und Paris 2024, wo er im Piragüism antrat, bewies er in Milán-Cortina seine Vielseitigkeit. Doch damit nicht genug: Direkt im Anschluss an die Winterspiele kehrte er in die Heimat zurück, um im CAR Región Murcia mit der Canoe zu trainieren und sich auf die EM in Montemor-o-Velho (Portugal) vorzubereiten.

Und dort schlug er zu! Mit einer Zeit von 52,342 Sekunden sicherte sich Rivero die Silbermedaille im VL2 200. Nur eine Zehntelsekunde fehlte ihm zum Sieg des Portugiesen Norberto Mourao (52,242). Bronze ging an Roman Serebriakov (neutral, 52,832). Die Zeiten der drei Athleten übertrafen die bisherige europäische Bestmarke, die vor zehn Jahren von Ivo Kilian (Deutschland, 52,992) aufgestellt wurde. Ein Quantensprung, wie Rivero selbst bestätigte: “Ich habe mich rundum wohlgefühlt. Ich habe den Sprung geschafft, den ich seit Jahren suche.”

Die Vorbereitung in Murcia zahlte sich aus, so Rivero weiter. “Ich war nur 45 Tausendstelsekunden davon entfernt, den europäischen Rekord in den Vorläufen zu brechen. Im Finale dachte ich nur daran, ihn zu schlagen, habe ein bisschen zu viel Druck gemacht und die letzten Meter waren hart. Aber ich bin sehr zufrieden mit meinen Bestzeiten, auch wenn das Alter (44 Jahre) immer weiter steigt. Das gibt uns Kraft, für Los Angeles 2028 zu kämpfen.”

Riveros Geschichte ist noch beeindruckender, wenn man bedenkt, dass er eine unvollständige Rückenmarksverletzung erlitt, nachdem er vor 13 Jahren in Ramales de la Victoria (Kantabrien) stürzte. Sein Erfolg ist ein Beweis für unbändigen Willen und Durchhaltevermögen. Und er ist nicht allein: Spanien feiert weitere Erfolge im Para-Kanusport, denn bereits am Samstag sicherte sich Juan Valle Bronze im KL3 200.

Auch wenn Carlota Blanca im VL2 200 nur den vierten Platz belegte und Inés Felipe Sechster wurde, sowie Adrián Mosquera (VL3 200) Fünfter und Axel Celmanti Neunter, so zeigen die Ergebnisse doch, dass Spanien im Para-Kanusport auf dem Vormarsch ist. Higinio Riveros Silbermedaille ist dabei der strahlende Höhepunkt.

Die Frage ist nicht, ob Rivero es zu Los Angeles 2028 schaffen wird, sondern wie viele weitere Medaillen er auf seinem Weg dorthin gewinnen wird. Sein unermüdlicher Einsatz und sein unerschütterlicher Glaube an sich selbst machen ihn zu einem Vorbild für Athleten auf der ganzen Welt.