Berrettini kämpft um wimbledon-start: wildcard-hoffnung am leben!
Torino – Ein italienischer Gladiator bereitet sich vor, ein Kampfplatz wird zur Arena der Hoffnung: Matteo Berrettini, der Finalist von Wimbledon 2021, schwitzt in Turin, um seinen Weg zurück auf den heiligen Rasen zu finden. Nach dem verpassten Comeback in Roland Garros wegen einer Verletzung ist die Uhr jetzt im Sprint.

Die schatten der verletzung und der qualifikations-herausforderung
Die Enttäuschung über den verfrühten Ausstieg gegen Arnaldi im zweiten Satz war spürbar, doch Berrettini lässt sich nicht unterkriegen. Die intensiven Trainingseinheiten im Circolo delle Stampa Sporting, einem Ort, der auch schon die Stars der ATP Finals beherbergt, zeugen von seiner Entschlossenheit. Doch der Weg nach Wimbledon ist mit Hindernissen gepflastert: Aktuell müsste sich der ehemalige Wimbledon-Finalist über die Qualifikation kämpfen, eine Bürde für einen Spieler seines Kalibers.
Die Ranglistenposition des gebürtigen römischen Tennisspielers ist dabei ein hartes Los. Als Nummer 48 der Welt und aufgrund einer früheren Platzierung von 107 im Ranking vom 18. Mai liegt Berrettini derzeit im Niemandsland. Dass er überhaupt noch eine Chance hat, direkt ins Hauptfeld zu springen, hängt von den Rückzügen anderer Spieler ab – mindestens drei müssten kurzfristig absagen, was zwar nicht ausgeschlossen ist, aber angesichts des hohen Wettbewerbs ein riskantes Warten bedeutet.
Doch es gibt Hoffnung: Die Federazione Italiana Tennis e Padel (FITP) unter der Leitung von Angelo Binaghi steht in Verhandlungen mit den Organisatoren. Ziel ist es, Berrettini eine Wildcard zu sichern und ihm so die Qualifikationshürden zu ersparen. Das Argument wiegt schwer: Berrettinis Erfolgsbilanz auf Rasen und sein Potenzial für ein starkes Abschneiden sprechen lautstark für ihn.
Die Aufnahmen aus Turin zeigen einen Berrettini, der sichtlich befreit wirkt, sowohl auf als auch abseits des Platzes. Die medizinische Überwachung im Jmedical, ein vertrauter Ort für den Routinier, trägt ebenfalls zur positiven Prognose bei. Sein Team arbeitet unermüdlich daran, ihn in Topform zu bringen. Die Frage ist nicht, ob Berrettini Wimbledon spielen wird, sondern ob er seine Klasse auf dem Rasen zeigen darf, ohne vorher eine zeitraubende Qualifikation überwinden zu müssen.
Die Wimbledon-Bühne wartet – und Berrettini wird alles daran setzen, ein weiterer strahlender Star am Himmel von SW19 zu werden.
