Riquelme schießt scharf: machtspiel und vorwürfe beim real madrid!

Der Schlagabtausch zwischen Enrique Riquelme und dem Real Madrid-Management eskaliert. In einem explosiven Interview hat der ehemalige Spieler und aktuelle Konkurrent um den Präsidentenposten scharfe Kritik an den Praktiken des aktuellen Präsidenten Florentino Pérez geäußert – und dabei eine Person ins Visier genommen, die ihm besonders nahesteht.

Ein strippenzieher im hintergrund?

Ein strippenzieher im hintergrund?

Riquelme warf Pérez vor, Entscheidungen von immenser Tragweite, wie die geplante Privatisierung des Klubs und die Einführung der Superliga, in die Hände einer Person zu legen, die keinerlei offizielle Funktion innehat. Diese Person, Anas Laghrari, sei kürzlich ohne jegliche Berücksichtigung der üblichen Wartezeiten Mitglied geworden – ein Umstand, der Riquelme sichtlich irritiert. „Warum sind solche wichtigen Entscheidungen in den Händen von jemandem, der sich ohne jede Warteschlange zum Mitglied hat machen lassen?“, fragte er rhetorisch in einem Gespräch mit The Athletic. „Warum sollten die socios nicht mehr die Kontrolle über ihren Verein haben?“

Die Kritik geht tiefer. Riquelme stellt die Notwendigkeit der Privatisierung in Frage und deutet an, dass sie lediglich als Vorwand für eine Umstrukturierung dient. Er argumentiert, dass der Real Madrid durch gezielte Kosteneinsparungen, beispielsweise bei Real Madrid TV, bereits 130 bis 140 Millionen Euro einsparen könnte, ohne die Eigenständigkeit des Klubs zu gefährden. „Eine Privatisierung ist schlichtweg unnötig“, betonte er.

Neben den Vorwürfen im Zusammenhang mit Laghrari und der Privatisierung kündigte Riquelme auch an, bereits zwei bedeutende Transfers getätigt zu haben und arbeitet an der Verpflichtung eines Trainers für ein langfristiges Projekt. Er wiederholte seine Ablehnung der geplante statutarischen Änderungen, die den Einfluss der socios weiter schmälern würden. Die Frage, ob der Verein tatsächlich in einer solch prekären finanziellen Lage steckt, dass eine Privatisierung notwendig sei, bleibt unbeantwortet – zumindest vorerst.

Die Äußerungen Riquelmes sind ein deutliches Zeichen des Machtkampfes, der hinter den Kulissen des Real Madrid tobt. Ob seine Kritik am aktuellen Kurs des Vereins bei den Anhängern Anklang finden wird, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch, dass der Kampf um die Präsidentschaft in vollem Gange ist und die kommenden Wochen für den spanischen Fußballrekordmeister alles andere als ruhig werden lassen.