Riquelme greift bernabéu-umbau scharf an – projekt für die mitglieder im blick
Madrid – Enrique Riquelme, offizieller Kandidat für den Präsidentenposten des Real Madrid, hat am heutigen Morgen mit einem Angriff auf die aktuelle Bernabéu-Renovierung eröffnet. Die Worte des Herausforderers, die vor versammelten Medienfokus fallen ließen, lassen eine deutliche Verschiebung in der Strategie seiner Wahlkampagne erkennen.
Die mitglieder im zentrum des interesses
Riquelme kritisierte die umfangreichen Bauarbeiten, die zu einer Kostensteigerung von 1,7 Milliarden Euro führten, scharf. Er bemängelte insbesondere, dass die Interessen der socios, der Vereinsmitglieder, bei der Planung vernachlässigt wurden. „Die Sitzplätze sind enger, es gibt keine Bars oder Toiletten. Man muss zehn Minuten vor Spielbeginn das Stadion verlassen, um etwas zu trinken oder zu essen zu können. Ist das die Reform, die wir für 1,7 Milliarden Euro erwartet haben?“, fragte er rhetorisch.
Doch Riquelme ging noch weiter. Er wies auf die fehlenden Vorteile für die Mitglieder hin, abgesehen vom „großen Privileg und der Ehre“, Mitglied zu sein, sowie einem Rabatt von 15 Prozent auf Trikots. „Und was kommt danach?“, forderte er.
Ein Projekt für die Zukunft: Riquelme kündigte an, dass er am kommenden Mittwoch sein eigenes Projekt vorstellen wird, das sich ausschließlich auf die Bedürfnisse der Mitglieder konzentriert. „Wir haben gestern offiziell unsere Kandidatur bekannt gegeben. Das ist ein demokratischer Prozess, der es den Mitgliedern ermöglicht, zwischen zwei Projekten zu wählen – nach 20 Jahren! Das ist ein Vermächtnis für die Zukunft des Real Madrid“, erklärte er.
Er betonte, dass sein Projekt auf dem „Vermächtnis“ des Vereins basiere, das er jedoch von den „sieben Europapokalen auf der Lona“ abgrenzte. „Es gibt acht weitere, die zum Vermächtnis des Real Madrid gehören.“ Er versprach, dass die sportliche Leistungsfähigkeit ebenfalls eine wichtige Rolle spielen werde, ohne jedoch Details preiszugeben. „Das werden wir im Laufe der Kampagne erläutern.“
Die Reaktion auf Riquelmes Aussagen war spürbar. Die Versammlung der Journalisten, die sich vor seinem Büro drängte, zeigte das enorme Interesse an der Kandidatur und den bevorstehenden Wahlen. Ob Riquelmes Strategie, die auf eine offene Konfrontation mit der aktuellen Führung setzt, erfolgreich sein wird, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch, dass er mit seiner Kritik die Debatte um die Zukunft des Real Madrid neu entfacht hat.

Die frage nach der mitgliederzufriedenheit
Die Kritik an der Bernabéu-Renovierung ist nicht neu, aber Riquelmes scharfe Worte und die Ankündigung eines Mitglieder-zentrierten Projekts könnten die Wähler mobilisieren. Die kommenden Tage werden zeigen, ob er damit die Zustimmung der socios gewinnen kann und ob sein Projekt tatsächlich das Versprechen einer stärkeren Mitgliederbeteiligung einlöst. Die Zahl der Mitglieder, die sich aktiv an der Gestaltung der Zukunft des Vereins beteiligen wollen, könnte der entscheidende Faktor für den Wahlausgang sein.
