Rhein-neckar löwen patzen gegen flensburg – machulla frustriert!
Ein brisantes Aufeinandertreffen der Ex-Vereine endete für die Rhein-Neckar Löwen in der Daikin Handball-Bundesliga bitter: Gegen die SG Flensburg-Handewitt verloren sie am Samstag mit 33:36 (18:18). Die deutliche Niederlage in der zweiten Hälfte lässt die Frage aufkommen, ob die Löwen noch ernsthaft in den Kampf um die internationalen Plätze eingreifen können.
Videobeweis rettet die löwen vor einem frühen rückschlag
Schon in der vierten Minute sorgte eine strittige Szene für Gesprächsstoff. David Späth verhinderte einen Tempogegenstoß von Flensburgs Emil Jakobsen und kratzte den Ball auf der Torlinie herunter. Die Schiedsrichter Ramesh und Suresh Thiyagarajah zögerten nicht und forderten den Videobeweis – eine Entscheidung, die sich als richtig herausstellte, denn der Treffer wurde nicht gegeben. Ein schneller Check, der die Löwen vor einem frühen Rückstand bewahrte.
Bis zur 25. Minute wirkten die Rhein-Neckar Löwen überlegen, während Flensburg Mühe hatte, mitzuhalten. Doch dann kehrte sich das Blatt: Eine zunehmend höhere Fehlerquote der Gastgeber ermöglichte es dem Ostsee-Klub, besser ins Spiel zu finden. Das 18:18 zur Pause spiegelt lediglich wider, wie verhalten die Flensburger agierten – für die Löwen war es eine gute Ausgangsposition, die sie jedoch nicht nutzen konnten.

Vranjes' transfer-poker und mannheim's einbruch
Während der Pause ließ Flensburgs Sportchef Ljubomir Vranjes am Dyn-Mikrofon gewähren und sprach offen über mögliche Neuzugänge. Das Gerücht um den portugiesischen Top-Linkshänder Francisco „Kiko“ Costa von Sporting Lissabon bestätigte er mit einem Schulterzucken: „Wir haben natürlich ein großes Interesse, das kann ich bestätigen. Wir versuchen, Kiko Costa zu verpflichten.“ Ein Blick in die Zukunft, der gleichzeitig die Schwächen der Löwen in diesem Spiel beleuchtete.
Denn nur sieben Minuten nach Wiederbeginn war es für die Rhein-Neckar Löwen bereits vorbei. Flensburg schlug ein 20:24-Kontra und offenbarte damit die desaströse Leistung der Gastgeber. Machulla, sichtlich frustriert, forderte eine Auszeit: „Auf einmal sind wir wie ein Hühnerhaufen und kriegen nichts mehr geregelt.“ Seine Worte trafen den Nagel auf den Kopf: Defensiv fand Flensburg immer wieder Lücken, während die Löwen ihrer Form nicht gerecht wurden.
Die Flensburger festigten mit diesem wichtigen Auswärtssieg den zweiten Platz in der Bundesliga und demonstrierten eindrucksvoll ihre Stabilität. Für die Rhein-Neckar Löwen gilt es nun, die Ursachen für diesen Einbruch zu analysieren und schnellstmöglich wieder in die Spur zu finden. Die Saison ist noch lang, aber dieser Abend war ein Weckruf.
