Revolutionäre ki-chirurgie: präzision beim linsentausch neu definiert!

Die Augenmedizin erlebt einen Quantensprung: Italienische Ärzte setzen erstmals in großem Umfang künstliche Intelligenz (KI) bei der Katarakt-Operation ein, um die Präzision und Effizienz des Eingriffs deutlich zu steigern. Eine bahnbrechende Technologie verspricht nicht nur bessere Sehergebnisse, sondern könnte langfristig auch die Notwendigkeit von Brillen reduzieren.

Wie ki die katarakt-operation verändert

Wie ki die katarakt-operation verändert

Jedes Jahr werden in Italien rund 600.000 Katarakt-Operationen durchgeführt – eine der häufigsten Operationen überhaupt. Das trübe Gewebe der Linse wird dabei durch eine künstliche Linse ersetzt, was in 95% der Fälle altersbedingt auftritt. Doch die neue Technologie des Irccs in Negrar geht nun einen Schritt weiter: Der Femtolaser, der für den Schnitt in die Hornhaut und die Entfernung der trüben Linse eingesetzt wird, wird von einer KI-gesteuerten Software namens Ally (Adaptive cataract treatment system) geführt. Diese Software analysiert in Echtzeit tausende von Scans des Auges und passt den Laserstrahl individuell an die anatomischen Gegebenheiten an.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Eine noch präzisere Fragmentierung des Cristallins, eine Anpassung des Eingriffs an die jeweilige Augenform und die Möglichkeit, Intraokularlinsen zu implantieren, die nicht nur Kurzsichtigkeit und Weitsichtigkeit, sondern auch Presbyopie (Altersweitsichtigkeit) und Astigmatismus korrigieren können. „Ally unterstützt den Chirurgen, ersetzt ihn aber nicht“, erklärt Claudio Cracco, Verwaltungsdirektor des Sacro Cuore Don Calabria. „Es handelt sich um eine Ergänzung, die die Behandlung verbessert und die Lebensqualität der Patienten steigert.“

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) listet Katarakte als die Hauptursache für Blindheit und Sehbehinderung weltweit. Schätzungen zufolge werden in Italien bis 2030 über 900.000 Katarakt-Operationen jährlich notwendig sein – ein Zeichen des demografischen Wandels und der steigenden Lebenserwartung. Die Einführung der KI-gestützten Technologie kommt daher zu einem entscheidenden Zeitpunkt.

Die adaptive Technologie, die weltweit nur in weniger als 200 Kliniken zum Einsatz kommt, markiert einen wichtigen Schritt hin zu einer personalisierten Medizin. Die Zukunft der Katarakt-Chirurgie sieht also nicht nur präziser, sondern auch intelligenter aus – und bietet Patienten weltweit eine bessere Chance auf wiederhergestelltes Sehen.