Reusser schlägt vollering: schweizerin feiert comeback-sieg in waregem!

Marlen Reusser hat bei Dwars door Vlaanderen 2026 für eine Überraschung gesorgt und Demi Vollering in einem packenden Zielsprint geschlagen. Nach fast zwei Monaten Verletzungspause präsentierte sich die Schweizerin in Waregem in Glanzform und sicherte sich den Sieg vor der enttäuschten Niederländerin.

Ein rennen voller dramatik und spannung

Ein rennen voller dramatik und spannung

Das 14. Dwars door Vlaanderen war ein Spektakel. Die 128,8 Kilometer lange Strecke rund um Waregem forderte alles von den Fahrerinnen. Besonders der letzte Abschnitt mit seinen anspruchsvollen Kopfsteinpflasterpassagen sorgte für eine hohe Selektion im Feld. Lange Zeit schien Demi Vollering, als eine der großen Favoritinnen, das Rennen zu dominieren. Doch Marlen Reusser ließ sich nicht abschütteln und hielt den Kampf bis zum Schluss offen.

Nooijen misst die Latte: Ein entscheidender Moment war die letzte Kurve, als Lieke Nooijen aus der Verfolgergruppe überraschend aufschloss und das Duo Reusser/Vollering in Verlegenheit brachte. Nur durch einen fulminanten Sprint konnte Reusser schließlich die Oberhand behalten.

Die Britin Zoe Bäckstedt sicherte sich mit einem Rückstand von lediglich sieben Sekunden den vierten Platz. Eline Jansen und Cat Ferguson komplettierten das Top-Sechs. Franziska Koch zeigte als beste deutsche Fahrerin eine starke Teamleistung im Dienste von Vollering und beendete das Rennen auf einem respektablen achten Platz. Liane Lippert folgte zeitgleich auf Rang 19.

Elisa Longo Borghini, Titelverteidigerin, musste sich mit einem enttäuschenden 22. Platz zufrieden geben. Die Italienerin hatte im Finale viel Energie in die Verfolgung von Reusser und Vollering investiert, ohne jedoch entscheidenden Fortschritt zu erzielen.

Van Aerts Drama geht weiter: Auch dieses Rennen war nicht ohne dramatische Momente. Die Ereignisse um Wout van Aert und die Leistung von Ganna, die den Belgier auf der Zielgeraden abfing, zeigen die unberechenbare Natur des Radsports.

Reussers Sieg ist nicht nur ein Comeback-Erfolg, sondern auch ein Beweis für ihre außergewöhnliche mentale Stärke und taktische Finesse. Nach einer so langen Ausfallzeit zurückzukehren und direkt ein Rennen dieser Bedeutung zu gewinnen, ist eine Leistung, die ihresgleichen sucht. Es ist ein Signal an die Konkurrenz: Marlen Reusser ist zurück und bereit, um die nächste Saison zu prägen.