Matthäus zerlegt nagelsmanns kaderplan: 'el mala bleibt daheim, das kann man sich nicht ausdenken'
Lothar Matthäus schlägt
mit der Faust auf den Tisch. „El Mala war Kölns Lebensversicherung“, donnert der Rekord-Nationalspieler, und plötzlich steht Bundestrainer Julian Nagelsmann in der Defensive – denn die Nicht-Nominierung von Said El Mala gerät zur Farce.Der fall el mala: tore, tempo, tabellenklinik – und trotzdem draußen
In der abgelaufenen Saison jagt der 21-jährige Kölner eine Glanzleistung nach der anderen: 16 Tore, 7 Vorlagen, ständige Gegner-Unruhe. Doch als Lennart Karl mit Muskelbündelriss passen muss, setzt Nagelsmann nicht auf den Top-Scorer, sondern holt Assan Ouédraogo aus Leipzig nach. Begründung: Spielrhythmus. Ouédraogo war am 29. Mai noch in Südafrika im Einsatz, El Mala zuletzt am 16. Mai.
„Ich hätte ihn mitgenommen“, wettert Matthäus in „At Broski“. „Zweieinhalb Wochen kein Training? Das kriegt man in zehn Tagen rein. Was zählt, ist Qualität.“

Sané unter beschuss: „einmal in sechs länderspielen – das tut weh“
Ärgerlich macht Matthäus auch die Planstelle von Leroy Sané. Der Ex-Münchner wirbelt in Houston gegen Curacao an der Seite von Wirtz, Musiala und Havertz – obwohl er in der Türkei nur Ergänzungsspieler ist und zuletzt in sechs DFB-Einsätzen kaum Spuren hinterließ. „Das ist zu wenig für das, was er kann. Das tut mir weh“, sagt Matthäus mit schmerzverzogenem Gesicht.
Die Blamage ist perfekt: Ein Rekord-Nationalspieler ruft nach dem Mann, der die Liga elektrisiert hat, und der Bundestrainer zieht das Fitnessargument aus der Mottenkiste. Die WM startet am Sonntag – und die Debatte um „die verpasste El-Mala-Chance“ wird Nagelsmann noch länger begleiten als ein verlorenes Gruppenspiel.
