Kane nimmt sich auszeit – und will lewandowski einholen
Harry Kane trifft, verpasst, lacht – und verschiebt seine Ankunft beim englischen Nationalteam. Der Grund: Er will frisch bleiben für das Finale von Bayern München und den Angriff auf Robert Lewandowkis 41-Tore-Rekord.
31 Treffer, ein häkchen und ein plan
Beim 4:0 gegen Union Berlin war alles dabei: der Doppelmeter, der Lupfer ins Aus, dann der Fallrückzieher zum 31. Saisontor. „Die wohl schwierigste Chance habe ich genutzt“, sagte Kane trocken. Mit 31 Toren hat er jetzt so viele auf dem Konto wie ganze Clubs – Union Berlin oder der HSV. Die 41 von Lewandowski? „Möglich. Aber ich brauche wohl einen Hattrick.“
Die Rechnung ist simpel: Noch sieben Bundesliga-Spiele, darunter Stuttgart (gegen den er in fünf Pflichtspielen zehnmal traf) und fünf Kellerkinder. Die Chancen stehen besser als die Wetterlage im April.

Freigabe statt frust
Statt am Montag nach London zu fliegen, gibt ihm Thomas Tuchel frei. „Sinnvoll“, findet Kane, „wenn man April, Mai und dann die Weltmeisterschaft vor sich hat.“ Er wird erst zum zweiten Test, gegen Japan, dazustoßen – Uruguay verpasst er komplett. Die Wade ist kein Thema mehr, der Kopf schon: Real Madrid lauert im Halbfinale.
„Frei“ heißt bei ihm nicht Netflix und Sofa. „Wir bleiben scharf, mental und physisch“, verspricht er. Die Auszeit ist kein Geschenk, sondern ein letzter Schritt auf dem Weg zur Krone – und vielleicht zur 41. Die Jagd auf Lewandowski beginnt neu, wenn er zurückkommt.
