Formolo steigt wieder ins rad: o gran camino ist der erste stopp nach tee-drama
Drei Monate nach dem
Unfall, der ihm eine Tasse heißen Tees auf den Fuß fiel, dreht Davide Formolo wieder durch. Der 33-jährige Movistar-Routinier aus Verona rollte erstmals wieder über Asphalt – und direkt mit Ziel-Orientierung: O Gran Camino, die vier Etappen durch Galicien vom 14. bis 18. April, wird sein Comeback.Der große zeh, der das italienische frühjahr lahmlegte
Was wie ein Witz klingt, endete mit Skalpell und Nähten. Die Glücks-Tasse riss den Sehnenansatz des Großzehs weitestgehend ab. Eine Rekonstruktion war unumgänglich. Seitdem stand Formolo – letzter Italiener auf dem Podest der Strade Bianche (Platz zwei 2020) – still, während die Saison vorbeirauschte.
„Ich bin seit drei Wochen wieder auf dem Rad“, sagt er der Gazzetta. „Wenn nichts dazwischenkommt, geht’s am 23. März ins Höhentrainingslager, zehn Tage in Sierra Nevada. Dann Vuelta a Galicia – und hoffentlich Vollgas.“

Warum siena auf ihn verzichtet
Morgen fehlt Formolo bei der Strade Bianche. Logisch: 180 Kieselkilometer mit 11 Stunden Belastung wären ein Risiko, das Movistar nicht eingeht. Stattdessen setzt man auf Plan B – ein Plan, der weit über O Gran Camino hinausreicht. Die Tour de Suisse und eine Unterstützungsrolle im Juli bei der Tour de France stehen im Kalender.
Doch zuerst muss der Zeh halten. Die Belastungstests laufen, die wattgesteuerten Einheiten werden verschärft. Ein kleines Gelenk entscheidet über den Rest seiner Saison. Für Italien wäre das ein Gewinn: Seit 2020 schaffte kein compatriota mehr das Podest in der Weißen Hölle. Formolo will diese Serie endlich brechen.
Die Uhr tickt. Die ersten Galicien-Anstiege rücken näher. Und Formolo? Der lässt den Tee diesmal stehen.
