Regenchaos in philadelphia – deschamps lacht trotz 132 minuten wartezeit
132 Minuten lang saß die französische Mannschaft in der Kabine, während draußen ein Gewitter über Philadelphia tobte. Doch als das Spiel endlich weiterging, zerlegte Frankreich den Irak mit 3:0 – und Trainer Didier Deschamps hatte die beste Laune des Abends.
„Wir haben Witze gerissen, die Stimmung war top“, sagte der Coach nach dem vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale. Die US-Wetterbehörde hatte das Stadion evakuiert, die Spieler mussten in den Katakomben ausharren. „Sicherheit geht vor. Dagegen kann man nichts machen“, meinte Deschamps gelassen.

Ein spiel in zwei akten
Der erste Akt endete mit dem Pausenpfiff zur 17:48 Uhr Ortszeit. Auf der Anzeigetafel blinkte: „Heftiges Gewitter nähert sich. Verlassen Sie den offenen Bereich.“ Was folgte, war eine Zwangspause von über zwei Stunden. Die Fans suchten Deckung, die Teams warteten in der Kabine. Erst um 20:00 Uhr rollte der Ball wieder.
Die Verlängerung nutzte Frankreich gnadenlos. Nach dem 1:0 gegen Senegal war dies bereits der zweite Sieg – und der Eintritt ins Sechzehntelfinale perfekt. „Vier Tage bis zum letzten Gruppenspiel gegen Norwegen. Das reicht zum Auftanken“, so Deschamps. Die Spieler zeigten sich trotz Unterbrechung spielfrisch, das 3:0 fiel verdient. Der Irak kam nie ins Spiel zurück.
Die Bilanz für Frankreich: sechs Punkte, null Gegentore, Ticket gelöst. Die Bilanz für Philadelphia: erstes WM-Spiel mit Wetterevakuierung. Die Bilanz für Deschamps: Gelassenheit in Reinform. „Das ist vorbei. Wir haben drei Punkte. Mehr muss man nicht sagen.“
