Real-madrid-kabine eskaliert: arbeloa verteidigt stars – und deckt maulwurf auf!
Madrid – Die Stimmung im Lager von Real Madrid ist alles andere als rosig. Nach einer handfesten Auseinandersetzung zwischen Federico Valverde und Aurélien Tchouaméni in der Kabine, die mit einer Platzwunde beim uruguayischen Mittelfeldspieler endete, steht Coach Álvaro Arbeloa vor einem schweren Problem. Doch statt die Spieler zu verurteilen, schützte er sie vehement – und deutete offen auf einen Verräter im eigenen Haus hin.
Arbeloa spricht klartext: loyalität ist trumpf
Vor den Augen der versammelten Presse machte Arbeloa deutlich, dass ihn die interne Auseinandersetzung pro forma stört, aber die anschließende Preisgabe an die Öffentlichkeit noch viel mehr. „Was mich am meisten schmerzt, ist nicht der Streit selbst, sondern die Tatsache, dass diese Information nach außen gedrungen ist. Das ist schlichtweg unloyal und ein Verrat an diesem Verein“, betonte er sichtlich verärgert. Namen nannte er nicht, doch der Vorwurf der Intrige liegt klar in der Luft.
Der Verein habe, so Arbeloa, „schnell, entschlossen und transparent“ gehandelt. Beide Spieler hätten ihre Verantwortung eingesehen und sich intern entschuldigt. Das Kapitel sei für ihn damit abgeschlossen. Es geht nun um den Klassiker.

Keine sündenböcke: arbeloa setzt auf zweite chancen
Doch Arbeloa weigerte sich, Valverde und Tchouaméni als Sündenböcke darzustellen. „Jeder macht Fehler. Auch ein Spieler wie Juanito, ein wahrer Madridista, hat sich geirrt. Warum sollten diese beiden keine zweite Chance verdient haben?“, fragte er rhetorisch. Gerüchte über Disziplinprobleme und eine angespannte Beziehung zu Arbeloa wies er entschieden zurück: „Das sind Lügen! Es gibt keine Probleme zwischen uns, und sie sind alles andere als unprofessionell. Wenn jemand auf der Bank sitzt, liegt es rein sportliche Gründe zugrunde.“
Seine eigene Verantwortung betonte der Coach ebenfalls: „Wenn jemand Schuld suchen will, dann bin ich es. Ich bin erst seit vier Monaten hier, und natürlich haben wir noch nicht das Niveau erreicht, das Real Madrid verdient.“

Maulwurf-intrige im bernabéu?
Arbeloa ließ zudem durchblicken, dass er bereits in seiner aktiven Zeit mit ähnlichen Situationen konfrontiert war. „Ich hatte mal einen Mitspieler, der mit einem Golfschläger auf einen Kollegen losging“, erinnerte er sich. Solche Eskalationen hätten zwar immer wieder vorgekommen, blieben aber meist intern. „Das ist es, was mich wirklich verletzt: Das, was in der Kabine geschieht, sollte dort bleiben – nicht in der Boulevardpresse.“
Die kommenden Tage werden zeigen, ob Valverde und Tchouaméni die Chance erhalten, ihre Entschuldigung mit einer überzeugenden Leistung im Clásico gegen Barcelona wiedergutzumachen. Denn, so Arbeloa mit Nachdruck: „Jetzt zählt nur das nächste Spiel und unser gemeinsames Ziel, Real Madrid dorthin zu bringen, wo es hingehört.“
