Real zaragoza: pretemporada ohne glanz – nur filialisten als gegner?

Zaragoza – Ein Blick auf den Trainingsplan für die anstehende Saison lässt bei den Anhängern des Real Zaragoza kalte Entsetzen aufsteigen. Die Verantwortlichen haben die sieben Testspiele für die Vorbereitungsphase bekannt gegeben, und das Ergebnis ist, gelinde gesagt, enttäuschend. Statt aussichtsreicher Partien gegen namhafte Gegner präsentiert man eine Mischung aus Duellen gegen eigene Jugendmannschaften und Regionalligisten – ein trauriges Bild für einen Verein mit Ambitionen.

Die gegnerliste: ein spiegelbild der enttäuschung

Die gegnerliste: ein spiegelbild der enttäuschung

Die bisherige Testspielreihe des Real Zaragoza war ja schon eher mittelmäßig, aber diese hier unterbietet alles. Drei Begegnungen gegen die eigene Filialmannschaft, darunter sogar das traditionelle, aber mittlerweile stark abgewertete Carlos Lapetra-Turnier gegen die Zweitvertretung der Real Sociedad – das ist kein Programm für eine Mannschaft, die in der Primera RFEF den Aufstieg anstrebt. Zunächst empfängt man am 24. Juli die eigene Filialmannschaft, gefolgt von Ausflügen nach Utebo (29. Juli) und Barbastro (1. August), beides Teams der Segunda RFEF. Einzig das Spiel gegen Andorra, ebenfalls aus der Segunda, deutet auf etwas höheres Niveau hin.

Das Carlos Lapetra-Turnier, einst ein prestigeträchtiges Ereignis, ist mittlerweile zu einer bloßen Formsache verkommen. Dass hier die Zweitvertretung der Real Sociedad als Gegner angetreten kommt, wirkt wie ein weiterer Schlag ins Gesicht der Fans. Doch damit nicht genug: Am 14. August geht es nach Logroño gegen die UD Logroñés, und die Vorbereitungsphase wird dann mit zwei weiteren Spielen gegen die Zweitmannschaften von Villarreal (15. August) und Athletic Bilbao (21. August) abgeschlossen. Die Frage, die sich jeder Zaragoza-Fan stellt: Was soll man aus diesen Spielen lernen?

Die Preseason-Spiele bieten kaum Möglichkeiten für aussagekräftige Erkenntnisse. Die Zeit für Zweifel ist jedoch bereits abgelaufen, da das Hauptaugenmerk ausschließlich auf dem Aufstieg in die zweite Liga liegen darf. Die Verantwortlichen müssen sich fragen, ob diese Testspielplanung wirklich die bestmögliche Vorbereitung für die anspruchsvolle Saison darstellt. Es bleibt zu hoffen, dass die Mannschaft trotz dieses fragwürdigen Programms in Form kommt.

Die Fans sind alles andere als begeistert. Die geringe Qualität der Gegner wirft Fragen nach der Ernsthaftigkeit der Vorbereitung auf. Die Erwartungen an die Mannschaft sind hoch, doch ob sie mit dieser Art von Trainingsprogramm ihre Ziele erreichen können, bleibt abzuwarten. Ein bitteres Präsent für einen Verein mit Tradition und Ambitionen.