Moutets fluchkostspiel: 40.000 dollar für sieben schimpfwörter!
London – Corentin Moutet hat sich im Queen’s Club teueren verbalen Schaden geleistet. Der Franzose muss nach seinem Erstrundensieg in Wimbledon 40.000 Dollar Strafe begleichen, nachdem er im Interview siebenmal das Wort „Fuck“ verwendete. Ein Auftritt, der sich für den Weltranglisten-36. am Ende als Nullsummenspiel entpuppte.

Die eskalation im on-court-interview
Nach dem Sieg gegen Giovanni Mpetshi Perricard ließ Moutet in seinem Interview seine Frustration freien Lauf. Die ATP reagierte prompt mit einer deutlichen Geldstrafe. Der Versuch, Einspruch einzulegen, deutet auf Unzufriedenheit mit der Höhe des Strafmaßes hin. Was zunächst als harmloser Ausbruch gewertet werden könnte, eskalierte, als Moutet trotz Aufforderung zum Umdenken das Schimpfwort wiederholte – zunächst dreimal, dann noch einmal am Ende des Gesprächs.
Sowohl der Turnierveranstalter als auch die BBC entschuldigten sich für den Ausrutscher, der die Zuschauer verstörte. Moutet selbst versuchte, die Situation herunterzuspielen und beteuerte, „nur Spaß gemacht“ zu haben, ohne dabei jemanden beleidigen zu wollen. Die Strafe von 40.000 Dollar relativiert jedoch den vermeintlichen Spaß.
Es ist ein ironisches Schicksal: Moutet verdiente für sein Erreichen der zweiten Runde rund 43.500 Dollar, verliert aber durch die Strafe fast den gesamten Gewinn. Dieser Vorfall wirft erneut Fragen nach dem Umgang von Spielern mit der Presse und den Grenzen des erlaubten Ausdrucks im professionellen Sport auf.
Während Zverev in Acapulco seine Klasse unter Beweis stellte und einen Rekord brach, bleibt Moutets Auftritt im Queen’s Club ein mahnendes Beispiel dafür, wie schnell ein unbedachter Kommentar teure Konsequenzen haben kann. Die ATP zeigt hier deutlich, dass unsportliches Verhalten nicht toleriert wird, selbst wenn es vermeintlich spielerisch gemeint ist.
