Real sociedad: matarazzo hadert mit schwacher leistung gegen sevilla
Ein rabenschwarzer Nachmittag für die Real Sociedad im Estadio Sánchez Pizjuán: Die Bascos kehrten ohne Punkte nach Hause zurück, nachdem eine erschreckend schwache erste Halbzeit und ein verfrühtes Gegnerstor im zweiten Durchgang die Entscheidung besiegelten. Trainer Pellegrino Matarazzo muss nun die Gründe für diesen Einbruch analysieren.
Die erste hälfte: ein taktischer fehlstart
Von Beginn an wirkte sich der Real Sociedad wie gehemmt. Das Spiel fand kaum statt, die Entscheidungen waren unpräzise, und die sonst so zuverlässige Ballkontrolle verschwand spurlos. „Wir sind heute nicht aufgetreten, wie wir es uns vorgestellt haben“, gestand Matarazzo nach dem Spiel. „Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir nicht genug getan, um zu gewinnen. Es fiel uns schwer, Lösungen im Ballbesitz zu finden, die Räume zu nutzen. Wir haben zu viele einfache Bälle verloren und waren schlichtweg nicht nah genug an unseren Gegenspielern.“
Die fehlende Entschlossenheit und das Zögern im Passspiel ermöglichten es Sevilla, die Partie zu kontrollieren und den Spielfluss zu diktieren. Es wirkte, als ob die Spieler der Real Sociedad von einer unsichtbaren Hand gebremst wurden, unfähig, ihr gewohntes Spiel aufzuziehen.

Der nackenschlag: das frühe gegentor
Nach einer kurzen Aufbesserung zu Beginn des zweiten Durchgangs folgte der Nackenschlag: Sevilla erzielte das 1:0. „Das war der Punkt, an dem wir die Partie wirklich aus der Hand gegeben haben“, klagte Matarazzo. „Wir haben versucht, den Ausgleich zu erzwingen, die Mannschaft hat sich bemüht, Chancen zu kreieren, aber Sevilla verteidigte mit großer Leidenschaft. Wir haben keine Möglichkeit gefunden, ihre Abwehr zu knacken.“
Die fehlende Konstanz ist ein wiederkehrendes Problem, das Matarazzo nun dringend angehen muss. Die Mannschaft zeigt zwar immer wieder gute Ansätze, doch die Leistungen sind zu unbeständig. Die Frage ist, ob die Spieler die nötige mentale Stärke besitzen, um diese Schwankungen zu überwinden und eine konstant hohe Leistung abzurufen.
Obwohl die Hoffnung auf einen direkten Europaplatz durch den Titelgewinn im Pokal bereits gebunden ist, zeigt Matarazzo keine Anzeichen von Resignation. „Wir haben noch Hunger nach Siegen. Wir wollen diese Saison mit Kraft beenden und auch den Spielern helfen, die sich für die Weltmeisterschaft empfehlen wollen.“ Aber die Realität ist klar: Wenn die Mannschaft nicht bald ihre Form findet, könnte die restliche Saison in eine bittere Enttäuschung enden. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob Matarazzo es schafft, die Mannschaft wieder auf Kurs zu bringen und den verlorenen Schwung zurückzugewinnen. Denn eines ist gewiss: Die Fans der Real Sociedad erwarten mehr als nur eine blasse Figur im Ligabetrieb.
