Real sociedad: defensive alarm bells sound loudly!

Die Traumvorstellung einer erfolgreichen LaLiga-Saison bei der Real Sociedad ist in Trümmern. Nach einer weiteren desaströsen Defensivleistung gegen Valencia droht dem Verein die unrühmliche Tabellenführung als die am meisten Gegentore kassierende Mannschaft der Liga. Ein bitterer Abschied vom Anoeta, der die Frage aufwirft, ob der Titelgewinn im Pokal die katastrophalen Defensivprobleme kaschieren kann.

Die abwehrkette: eine tickende zeitbombe

Die abwehrkette: eine tickende zeitbombe

Was für ein Auftritt! Die Mannschaft von Imanol Alguacil präsentierte sich gegen Valencia erneut von ihrer schlechtesten Seite. Nach einem frühen Führungstreffer durch Aihen schien Hoffnung aufkeimen, doch die Defensive der Sociedad implodierte förmlich. Valencia glich prompt aus und übernahm wenig später die Führung. Die Partie entwickelte sich zu einem wahren Torfestival, in dem die Sociedad trotz zwischenzeitlicher Führung durch einen Elfmeter immer wieder neue Gegentreffer einstecken musste. Am Ende stand ein frustrierendes 3:4.

Ein Blick auf die Statistik offenbart das Ausmaß der Krise: In den letzten 14 Ligaspielen kassierte die Sociedad satte 29 Gegentreffer, mehr als zwei pro Spiel! Diese Alarmglocken sind ohrenbetäubend. Es ist kaum zu fassen, dass das Team, das im Pokal so souverän agierte, in der Liga so anfällig wirkt. Selbst das Remis gegen Girona, bei dem die Gäste trotz 29 Torschüssen nur ein Tor erzielten, verdeutlicht die Defensivprobleme.

Die Ausrede, dass die Torlast seit dem Ausscheiden von Alex Remiro im Tor zugenommen habe, ist kaum haltbar. In den vorherigen Saisons mit Remiro im Kasten waren die Gegenzahl der Gegentore mit 38, 32, 35, 36 und 43 deutlich geringer. Der Abgang des erfahrenen Keepers mag eine Rolle spielen, doch die eigentliche Ursache liegt in der mangelnden Abstimmung und der fehlenden Disziplin in der Abwehrreihe. Das Spiel zwischen den eigenen Linien ist schlichtweg nicht funktionierend.

Der „Matarazzo-Effekt“, der durch vier Siege in den ersten sechs Ligaspielen nach seiner Amtsübernahme und eine gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit entstanden war, hat sich längst verflüchtigt. Die wenigen Erfolge in den letzten Partien reichen nicht aus, um die generelle Negativentwicklung zu überdecken. Der Pokaltitel wird somit nicht reichen, um die Kritik an der Mannschaft und dem Trainer zu beschwichtigen. Die kommenden Transferfenster müssen genutzt werden, um die Abwehr zu verstärken und die Defensive zu stabilisieren. Sonst droht die nächste Saison in einer ähnlichen Misere zu versinken.

Die Saison 2026/27, die vor einem Monat noch mit großer Hoffnung gesehen wurde, steht nun unter keinem guten Stern. Die Verantwortlichen der Real Sociedad müssen schleunigst handeln, um den Abwärtstrend zu stoppen und die Fans wieder von der Mannschaft zu begeistern. Andernfalls droht ein weiterer enttäuschender Verlauf in der LaLiga.