Real schickt superstar-duo nach manchester: mbappé und bellingham heizen city ein
Kurz vor dem Abflug noch mal kurz den Rucksack umgeschnallt, und schon sitzen sie im Jet Richtung Manchester: Kylian Mbappé und Jude Bellingham haben Real Madrid am Montagabend zum Training ins Etihad-Stadion begleitet. Die Botschaft an Pep Guardiola und dessen Manchester City ist klar – wir haben noch mehr Feuerkraft in der Hinterhand.
Ein 3:0-vorsprung, aber kein grund zum durchatmen
Die Königlichen führen nach dem Hinspiel mit drei Toren, doch wer denkt, dass Carlo Ancelotti’s Nachfolger nun auf Sparflamme spielt, kennt die Champions-League-Nächte im Etihad schlecht. Guardiola sprach von „Erwachsenen mit guten Gehältern“, die „nach Hause gehen sollen, wenn sie nicht daran glauben“. Lautstark forderte er eine Reaktion, doch genau diese Reaktion wird schwerer, wenn Mbappé und Bellingham auf der Bank glühen.
Mbappé fehlte seit dem 21. Februar, fünf Pflichtspiele, eine Knieprellung. Bellingham war Anfang Februar im Training zusammengebrochen, eine Oberschenkelzerrung, Rückkehr eigentlich erst für Ende März eingeplant. Beide absolvierten am Montag aber das volle Aufwärmprogramm, Bellingham stakste sogar ein paar Slalomläufe zwischen den Stangen. Ein Einsatz von Beginn an gilt als unwahrscheinlich, doch gerade die letzten zehn Minuten in einem möglicherweise offenen Schlagabtausch sind für City brandgefährlich.

Der plan von arbeloa: defensiv kompakt, dann konter
Álvaro Arbeloa, der Interimscoach, wird wohl wieder auf der 4-3-3-Grundordnung bestehen, die dem Hinspiel die Kontrolle sicherte. Die Idee: früh stören, den Ball wegschnappen und Vinícius oder Rodrygo in die Spitze schicken. Wenn dann Mbappé und Bellingham noch einmal einspringen, verändert sich die Dynamik schlagartig. Guardiola wird seine Bank nach Spielern mit frischen Beinen umschauen – und genau dort droht ihm Real Madrid neues Lebensfeuer.
Ancelotti, mittlerweile Experte bei «Marca», empfiehlt: „Sie müssen gut verteidigen und ausgeglichen spielen.“ Klingt simpel, ist in Manchester aber ein Balanceakt. City schoss in den letzten drei Heimspielen der K.o.-Phase mindestens zweimal, Real kassierte in dieser Saison nur ein Gegentor nach der 70. Minute. Die Zahlen sprechen für sich: Wenn Real früh das 0-0 hält, wächst der Druck auf City, und wenn dann Mbappé ein paar Mal seine 36 km/h-Sprints zeigt, wird es eng in der Abwehrkette.

Was heute abend zählt
Die Skyblues brauchen mindestens drei Tore, ohne Gegentor. Das ist in der Champions-League-Geschichte nur 17 Mal gelungen, zuletzt 2018 – damals gegen Basel. Real hat in 17 Partien unter Arbeloa nur einmal mehr als zwei Gegentore kassiert. Die Statistik ist ein Spiegel der Psyche: Wer zuerst trifft, braucht keine Rechnung mehr aufmachen. Und wer in der Lage ist, den Gegner in den letzten zehn Minuten noch einmal zu übersprinten, hat den Joker in der Hand.
Um 21 Uhr geht’s los, DAZN und Liveticker begleiten die Partie. Wer Mbappé und Bellingham aufwärmt, wird es sehen. Der Rest Europas ahnt es längst: Real Madrid reist nicht nach Manchester, um zu verteidigen. Die Königlichen kommen, um dem Gegner die Luft abzudrehen – und haben zwei ihrer größten Superstars wieder an Bord.
