Real madrid kassiert 0:4 im clásico – barça lässt titel kaum noch zu
Barcelona hat den Titel fast schon in der Tasche. Beim 4:0 im Alfredo Di Stéfano spuckten Ewa Pajor und Alexia Putellas dem Madrider Nebelteam die Zahnlosigkeit vor 3.812 Zuschauern ins Gesicht – und das vier Tage nach dem 2:6 in der ChampionsLeague.
Blamage in valdebebas: madrid ohne antwort
Pau Quesadas Mannschaft wirkte wie gelähmt. Schon nach sieben Minuten schlug Pajor die erste Büchse auf, Putellas erhöhte per Foulelfmeter zum 2:0. Linda Caicedo ließ Cata Coll im eigenen Strafraum stehen, schob locker zum 3:0 ein. Nach der Pause probierte Madrid alles – nur eben nichts Zählbares. Aitana Bonmatís Schlenzer in die Maschen war nur noch Schmuck.
Die Statistik ist brutaler als jedes Tribunal: 83:12 Tore in 28 Pflichtspielen der Liga F, Barça dominiert die ewige Tabelle gegen das Weiß. Die 0:4-Niederlage ist Madrids höchste Heimpleite im Clásico seit der Gründung der Frauenmannschaft 2020.

Schiedsrichterin olatz rivera steht wieder im fokus
Die 34-Jährige hatte schon im Vorjahr das umstrittene 1:3 geleitet – damals pfiff sie einem Treffer von Caroline Møller wegen vermeintlichen Handspiels ab. Diesmal blieb die Kritik aus, weil Madrid einfach keine Szene fand, die Diskussionsstoff geliefert hätte. Die einzige Protestwelle kam in der 68. Minute, als Rocío Gálvez mit Gelb-Rot vom Platz musste – eine klare Taktik-Foule, keine Frage.
Barças Coach Pere Romeu wechselte früh dreifach, ließ seine Stars kurz vor Schluss schonen und schickte sie in die Kabine wie in eine Wellness-Oase. Quesada dagegen schwieg nach Abpfiff, schob nur die Schultern hoch: „Wir werden analysieren, aber heute zählt nur die Wahrheit des Platzes.“

Liga f entscheidet sich vorzeitig
Mit 62 Punkten aus 24 Spielen liegt Barcelona nun sechs Zähler vor Madrid bei einem Spiel weniger. Die Restprogramme: Barça muss noch nach Levante und gegen Athletic, Madrid reist noch nach Huelva und empfängt Atlético. Selbst bei zwei Dreiern würde Madrid auf 68 Punkte kommen – Barça stünde dann bei 71. Theoretisch kann der Titel am nächsten Spieltag fix sein.
Die Königlichen verlieren damit nicht nur ein Spiel, sondern die Saison. Das Projekt, das mit großen Namen und noch größeren Versprechungen begann, endet vor den Augen der eigenen Anhänger im Alfredo Di Stéfano mit einem Paukenschlag. Barcelona feiert, Madrid träumt – und der Rest der Liga schaut verlegen zur Seite.
