Real madrid entzaubert guardiola – bayern wartet im viertelfinale
Da stand er, der Meister-Taktiker, und konnte nichts mehr retten. Pep Guardiola schickte seinen Liebling Erling Haaland in der 56. Minute vom Feld – als lebte er die Abschiedsvorstellung eines Traums mit. Real Madrid hatte Manchester City nicht nur geschlagen, sondern dessen Spielidee schon nach 20 Minuten mit Rot und Elfmeter zerfetzt.
Silva-ausschluss wirbelt city-plan durcheinander
Bernardo Silva blockte einen Schuss von Vinícius Junior mit dem Ellbogen, Schiedsrichter Clement Turpin zückt Rot, Vinícius verwandelt den fälligen Strafstoß – 1:0, Spieldauer 22 Minuten. Guardiola kaute an seiner Unterlippe, die Heimfans pfiffen sich gegenseitig an. Der Brasilianer ließ sich den Spott nicht nehmen: beim Jubel wedelte er zum Publikum, als wolle er sagen: ,,Weint ruhig, ich bleibe.''
Haaland glich noch vor der Pause aus, doch es war ein Strohfeuer. City rannte an, doch jede Lücke schloss sich sofort wieder. Die Statistik? Ein Schlag ins Gesicht: acht Tore in dieser Champions-League-Saison für Haaland, aber im Rückspiel nur 34 Ballkontakte – seine niedrigste Zahl seit Januar.

Vinícius trifft spät und lässt etihad verstummen
Nach dem 3:0 im Hinspiel war dem 2:1 in der Nachspielzeit nur noch akademische Bedeutung beigemessen – doch Vinícius schoss trotzdem. Sein zweites Tor fiel in der 90.+3, als Ederson noch den Nachschuss der Woche suchte. 2:1, Endstand, Auswärtssieg, Viertelfinaleinzug. Madrid jubelt, München atmet auf: Der FC Bayern darf sich auf das Duell mit dem Titelverteidiger freuen, nachdem Atalanta Bergamo mit 6:1 zerlegt wurde.
Während in Manchester die Lichter erloschen, flackert in Paris ein anderes Feuer. Paris Saint-Germain schickte Chelsea mit 3:0 erneut nach Hause – 8:2 Gesamtergebnis, ein Debakel für die Blues. Khvicha Kvaratskhelia eröffnete nach sechs Minuten den Torreigen, Barcola erhöhte nach 14, Mayulu machte den Sack zu. Die ersten Chelsea-Anhänger verließen nach 63 Minuten das Stadion, die PSG-Fans winkte höhnisch nach.
Die K.o-Phase nimmt Gestalt an: Real gegen Bayern, Paris gegen den nächsten Gegner, der sich noch im Aufgebot sortiert. City trägt nur noch die Erinnerung an eine Rot-Karte – und Guardiola trägt die Frage, warum seine taktische Meisterleistung diesmal in Rauch aufging.
