Real Madrid ändert den Namen des „Santiago Bernabéu“

Real madrid ändert den namen des „santiago bernabéu“

Real Madrid wird künftig nicht mehr im „Santiago Bernabéu“ auflaufen. Der spanische Verein hat den Vornamen der Vereinsikone (von 1943 bis 1978 Klub-Präsident) aus dem Stadiontitel gestrichen und benennt seine Spielstätte schlicht in „Bernabéu“ um. Dies gab der Klub unter der Woche bekannt.

Marketingstrategie hinter der Änderung

Marketingstrategie hinter der Änderung

Hinter der Änderung steckt eine Marketingstrategie der Madrilenen. Die Königlichen wollen ihr Stadion zu einem zentralen Punkt für globale Sport- und Unterhaltungsveranstaltungen machen. Für die ambitionierten Pläne scheuten die Königlichen keine Kosten und Mühen. Von 2019 bis 2024 wurde das „Bernabéu“ für rund 1,3 Milliarden Euro umgebaut. Jahrelang blieben im Zuge dessen Tribünen während der Spiele gesperrt.

Erste veranstaltungen unter dem neuen namen

Erste veranstaltungen unter dem neuen namen

Der Zeitpunkt für die Bekanntgabe des neuen Namens kommt nicht zufällig! Am Sonntag findet im „Bernabéu“ erstmals ein NFL-Spiel auf spanischem Boden statt. Bei der Partie zwischen den Washington Commanders und den Miami Dolphins wird die Real-Arena erstmals unter dem neuen Namen geführt. In naher Zukunft sollen auch Konzerte, Festivals und weitere Großevents im Madrider Stadion stattfinden. Die erste Veranstaltung dieser Art findet vom 24. bis 31. Dezember dieses Jahres mit einem Weihnachtsfestival statt.

Expertise zum thema

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Ivan Martinho, Professor für Sportmarketing an einer brasilianischen Privatschule, erklärt gegenüber der spanischen Zeitung „AS“: „Die Entscheidung von Real Madrid, das Bernabéu-Stadion umzubenennen, ist ein klassischer Fall von Marken-Repositionierung: ein kürzerer Name, eine visuelle Identität, die mit einer futuristischen Architektur im Einklang steht, und ein Aktivposten, der über den Fußball hinausgehen soll.“ Und weiter: „Die Einführung der neuen Marke, die mit dem Debüt der NFL in Madrid zusammenfällt, macht deutlich, dass das Bernabéu nun auf Augenhöhe mit den wichtigsten Unterhaltungszentren der Welt konkurriert.“

Zukunftsperspektiven

Mal schauen, welche Stars demnächst im „Bernabéu“ so einkehren …