Real madrid am abgrund: bayern-pleite und titelträume geplatzt?

Madrid – Der Traum vom Champions-League-Triumph und die Meisterschaft in La Liga: Für Real Madrid drohen schwere Zeiten. Die Königlichen kassierten eine überraschende 1:2-Heimpleite gegen den FC Bayern und stehen nun vor dem Rückspiel in München mit dem Rücken zur Wand. Und das, nachdem die zuvor so souveräne Mannschaft bereits in der Copa del Rey blamibel gegen einen Zweitligisten gescheitert und in der Liga den Rückstand auf Erzrivale Barcelona auf sieben Zähler vergrößert hat.

Fehlerkette im aufbau kostet real das spiel

Die Partie im Bernabéu war geprägt von vermeidbaren Fehlern im eigenen Aufbau. Der FC Bayern nutzte diese gnadenlos aus, auch wenn nur Luis Diaz im ersten Durchgang profitierte. Harry Kane erhöhte nach der Pause, womit die Schwächen im Defensivverhalten Real Madrids unmissverständlich deutlich wurden. Antonio Rüdiger, sichtlich frustriert, sprach von „zwei Geschenken“, zwei Fehlern, die dem FC Bayern das Spiel ermöglichten. „Meiner Meinung nach haben wir bei beiden Toren Mist gebaut“, erklärte der deutsche Innenverteidiger bei Movistar Plus+.

Trainer Alvaro Arbeloa stimmte zu: „Es war eine Niederlage, die wir mit etwas mehr Glück hätten vermeiden können. Wir haben zwei Ballverluste begangen, die wir hätten vermeiden müssen, und gegen solche Mannschaften rächt es sich sofort.“ Er betonte, dass der Fußball ein „Fehlerspiel“ sei, wollte aber keine Einzelspieler für die Niederlage verantwortlich machen.

Neuer hält real im schach – arbeloa klammert sich an optimismus

Neuer hält real im schach – arbeloa klammert sich an optimismus

Die Offensive von Real Madrid zeigte ebenfalls Schwächen. 20 Torschüsse brachten Manuel Neuer immer wieder zur Parade. „Wir müssen mehr schießen – aber aufs Tor“, forderte Rüdiger, der anerkannte, dass der FC Bayern an diesem Abend den besseren Torwart im Kasten hatte. Arbeloa hingegen konzentrierte sich auf die gezeigte Leistung: „Wir hatten mehr als genug Chancen, um weitere Tore zu erzielen. Wer das nicht glaubt, kann gerne in Madrid bleiben, aber wir werden in München alles geben, um zu gewinnen.“

Trotz der schwierigen Ausgangslage klammert sich Arbeloa an den Optimismus. „Wenn es eine Mannschaft gibt, die in München gewinnen kann, dann ist es Real Madrid“, erklärte er. „Wir sind Real Madrid, wir wissen, wie schwer es ist, dort zu gewinnen, aber wir werden alles daran setzen.“ Die Spieler zeigten den Ehrgeiz, nicht zu verlieren, und Arbeloa ist zuversichtlich, dass das Rückspiel gewonnen werden kann. Eine Erkenntnis für die Reise nach München muss sein: „Wenn man versucht, den Ball nach vorne zu spielen, muss man bereit sein, schnell zurückzustürmen, falls man den Ball verliert.“

Die Aufgabe in München ist klar: Real Madrid muss nicht nur treffen, sondern auch die defensive Stabilität finden, die in Madrid so vermisst wurde. Der Druck ist hoch, die Erwartungen sind groß. Ob die Königlichen diesem Druck standhalten können, wird sich am nächsten Mittwoch zeigen. Die Hoffnung stirbt zuletzt – auch in Madrid.