Raus aus dem college, rein in die nba: zehn kandidaten, die den draft aufmischen

Die Konfetti in Indianapolis sind noch nicht weggewischt, da schon der nächste Countdown: Für zehn College-Helden beginnt nach dem Triumph der Michigan Wolverines in der March Madness sofort die Jagd auf NBA-Millionen. Scouts buchen schon Flüge, GMs wältern Statistiken. Die heißesten Namen? Aj Dybantsa, Darryn Peterson und ein Überalterter, der niemandem entwischt.

Warum diese liste anders ist

Die meisten Mock-Drafts spucken 60 Namen aus. Wir reduzieren auf zehn, die Frontoffices wirklich durcheinanderbringen. BYU-Flügel Aj Dybantsa zum Beispiel: 2,06 Meter, 19 Jahre, bereits bessere Wingspan als Scottie Barnes in seinem Draftjahr. Oder Darryn Peterson, Kansas-Combo, der in der Big-12-Playoffs 28 Punkte gegen Houston versenkte und danach sagte: „Ich will den Ball in der Hand, wenn die Uhr auf Null steht.“ Keine Floskel, sondern Programm.

Cameron Boozer (Duke) und Caleb Wilson (North Carolina) liefern sich ein Duell im Duell – beide 18/19, beide 2,08 Meter, beide mit NBA-DNA im Blut. Boozer trägt die Last des Nachnamens, Wilson die des UNC-Systems, das ihm erlaubt, von 1 bis 4 zu verteidigen. Die Frage lautet nicht: Ob die beiden gezogen werden, sondern: Wie hoch?

Der senior, der die boards durcheinanderwirft

Der senior, der die boards durcheinanderwirft

Yaxel Lendeborg ist 23, galt vor zwei Jahren noch als unbedruckt. Dann warf Michigan ihn ins Zentrum, er antwortete mit 14,7 Punkten, 10,2 Rebounds und 2,1 Blocks pro Spiel. Altersalarm? Fehlanzeige. „Er kommt mit 23 rein, aber mit dem Körper von 19“, sagt ein Scout, der ihn seit der Highschool trackt. Die Rede ist von einem 2,13-Meter-Flügelspan, der sich in Kombination mit seiner 39-Zoll-Vertikal lässt. Spätestens bei Pick 18-25 wird jemand zugreifen, weil er sofort Minutes liefern kann.

Keaton Wagler (Illinois) und Darius Acuff (Arkansas) stehen für die neue Garde der Combo-Guards: 1,93 Meter, aber 2,10 Meter Wingspan. Sie verteidigen Point-Guards, schließen vom Wing ab und treffen 38 % von der Dreierlinie. In einem Draft, der von Positionslosigkeit geprägt ist, sind das Goldstücke.

Die verstecken-spieler

Die verstecken-spieler

Nate Ament (Tennessee) war lange hinter Brandon Miller versteckt, jetzt zeigt er, warum die Vols ohne ihn in der March Madness aussahen wie ein Auto ohne Lenkrad. 2,06 Meter, 110 kg, aber 3,2 Assists pro Spiel – das ist Draymond-Light, nur mit besserer Schulterstärke. Thomas Haugh (Florida) wiederum ist der deutsche Geheimtipp: geboren in Berlin, aufgewachsen in Florida, 2,11 Meter, 43 % von der Dreierlinie. „Er kann schießen wie Bojan Bogdanović und verteidigen wie Maxi Kleber“, sagt ein europäischer Scout. Wenn Haugh im Combine ein 37-Zoll-Vertikal abliefert, fliegt er in den ersten Runden.

Braylon Mullins (UConn) schließlich ist der einzige, der bereits einen NCAA-Titel im Gepäck hat. 15 Punkte im Finale gegen Alabama, 5/7 jenseits des Bogens. Er ist kein Athletic-Freak, aber sein Shot-Chart sieht aus wie ein Dartboard: alles Bulls-Eye. Teams, die spacing suchen, schieben ihn früher nach oben, als Analysten glauben.

Fazit: der draft beginnt jetzt

Die NBA-Lotterie steht noch aus, doch die Battles in Turnhallen und Fitnessstudios laufen schon. In zwei Monaten entscheidet sich, ob Aj Dybantsa wirklich in den Top 3 landet oder Yaxel Lendeborg die Senior-Klischees zerbricht. Eines ist klar: Die March-Madness-Helden sind Geschichte. Die neue Show trägt den Namen Draft – und sie ist längst angelaufen.