Rasta vechta: basketball-explosion katapultiert team in die playoffs?

Vechta hat gesprochen – und das deutlich: Der Kultverein aus Niedersachsen hat die Vet-Concept Gladiators Trier in einem fulminanten Offensiv-Feuerwerk mit 123:97 (55:57) aus der ausverkauften Halle gefegt. Ein Sieg, der nicht nur den Vereinsrekord für die meisten Punkte in einer Partie (40 Minuten) übertrifft, sondern auch eine neue Bestmarke in der Easycredit Basketball Bundesliga setzt. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs.

Unschlagbar im aufschwung: drei siege in serie

Trainer Christian Held hat sein Team in eine bemerkenswerte Erfolgsserie katapultiert. Acht Siege aus den letzten zehn Partien – und das trotz der Ausfälle von zwei Leistungsträgern, Tibor Pleiß (Knie) und Joschka Ferner (Bänderriss im Sprunggelenk)! Die Play-offs rücken für Rasta Vechta immer näher, und das ist umso beeindruckender, wenn man bedenkt, wo das Team zu Beginn der Saison stand.

Von Beginn an setzte Vechta den Ton an. Im zweiten Viertel entfesselte die beste Offensive der Liga dann ihr volles Potenzial, selbst Triers Topscorer Jordan Roland (28 Punkte) war machtlos. Eine Schlüsselszene: Der Gladiator Maik Zirbes erhielt für einen harmlosen Schubser gegen Philipp Herkenhoff ein unsportliches Foul. Im Anschluss daran präsentierte Vechta eine beeindruckende Leistung und erzielte einen 26:3-Lauf, der das Spiel endgültig entschied. TJ Bamba (21 Zähler) grinste im Dyn-Interview: „Wir haben Spaß auf dem Feld, Spaß auf der Bank, Spaß in der Kabine!“ – eine Aussage, die auch für Trainer Held galt.

Wachablösung in ulm: bamberg übernimmt die zügel

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Doch Vechta ist nicht die einzige Basketball-Geschichte der Woche. Das 89:73 der BMA365 Bamberg Baskets bei Ratiopharm Ulm war mehr als nur ein Sieg – es war eine Wachablösung. Jahrelang war Ulm die Nummer drei der Liga, nun scheinen die Franken diesen Platz eingenommen zu haben. Der Mann hinter diesem Erfolg? Erfolgstrainer Anton Gavel!

Gavel führte Ulm 2023 sensationell zur Meisterschaft, und mit den Bambergern scheint er eine ebenso überraschende Leistung zu vollbringen. Seine Strategie basiert auf Einsatz und Konstanz: In Ulm schickte „Tonno“ zum 29. Mal in Folge dieselbe Starting Five ins Rennen und verbesserte damit einen eigenen Rekord. Nach einem holprigen Start – „Wir waren weich“, beklagte Gavel in seiner ersten Auszeit (14:23) – ließ seine Mannschaft in der zweiten Hälfte nur noch 32 Punkte zu und sicherte sich damit die erste Heimniederlage seit Januar. „Es war alles andere als einfach, hier in Ulm zu bestehen“, lobte Gavel sein Team.

Würzburg feiert influencer-freundin, jena kämpft um den klassenverbleib

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Währenddessen kämpft Science City Jena weiterhin um den Klassenerhalt und kassierte beim 69:87 gegen die Fitness First Würzburg Baskets die dritte Pleite in Serie. Die Würzburger zogen im zweiten Viertel auf 32:18 davon und entschieden die Partie frühzeitig. Brae Ivey war mit acht Punkten in Serie tonangebend. Am Ende waren der Ami und sein Teamkollege Davion Mintz (je 17 Zähler) die besten Werfer. Die Würzburger Fans zeigten jedoch einen bemerkenswerten Humor – und feierten sogar die Freundin eines gegnerischen Spielers mit Sprechchören: „Ohne Leni wär’n wir gar nicht hier!“ – ein ironischer Seitenhieb auf Kristoffer Krause und seine liierten Sportmoderatorin und Influencerin Eleni Frommann (240.000 Follower), die allerdings an diesem Abend fehlte.

Alba berlin verarbeitet frust – und gewinnt

Alba berlin verarbeitet frust – und gewinnt

Schließlich präsentierte sich Alba Berlin trotz des enttäuschenden Ausscheidens aus der Champions League von ihrer besten Seite und gewann bei den MHP Riesen Ludwigsburg mit 101:77. Damit haben die Berliner rechnerisch die Play-Ins bereits sicher, könnten aber sogar noch den FC Bayern von Platz eins verdrängen. Nur Trainer Pedro Calles litt unter der Niederlage und blieb krank zu Hause, vertreten durch seinen Co-Trainer Sebastian Trzcionka. Coach Mikko Riipinen kritisierte die Einstellung seiner Profis nach der Begegnung: „Ich bin sehr enttäuscht über das Spiel!“

Die Basketball-Bundesliga ist in vollem Gange, und die Spannung steigt mit jeder Partie. Die Leistungen von Rasta Vechta und Bamberg zeigen, dass in dieser Saison alles möglich ist.

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