Rast schockt scheib und hector – die kleine kugel rast nach are
Camille Rast fuhr sich in Are mit der Hand in der Bandage und dem Riesenslalom der Saison die kleine Kristallkugel fast schon selbst aus. Julia Scheib liegt 0,11 Sekunden zurück, Sara Hector lag im Zielnetz – und Mikaela Shiffrin kassierte beim zweiten Saisonfinale einen Dämpfer, der die Gesamtwertung wieder offen macht.
Julia scheib muss attackieren, hector ist raus
Die Rechnung war simpel: Wer in Are vorne liegt, kann im Finale von Saalbach noch angreifen. Camille Rast legte mit Startnummer 1 eine Spur wie auf Schienen, wechselte aggressiv, trug die Speedpassagen mit breitem Ski. Julia Scheib antwortete mit der bekannten Risikomischung, verlor aber auf der letzten Flachpassage Zehntel. Der Zwischenstand: Rast vorne, Scheib auf Verfolgung, Hector mit Null-Punkten. Die Schwedin war auf Kurs, touchierte aber die letzte Welle, rutschte ins Netz und schied damit aus dem Rennen um die Disziplinenwertung aus. „Eigentlich muss ich jetzt nichts mehr zeigen“, sagte Rast im Ziel – ein Satz, der klingt wie ein Seitenhieb auf die Konkurrenz.
Hinter dem Duell der Österreicherinnen ging Mikaela Shiffrin auf Angriff. 0,53 Sekunden führte sie bei der letzten Zwischenzeit, musste aber nach dem Fehler von Hector voll auf die Kante. Das kostete 2,29 Sekunden und Rang 12. Die US-Amerikanerin verliert damit wertvolle Punkte im Gesamtweltcup, während Emma Aicher als Sechste die beste Deutsche ist und ihren Rückstand auf Shiffrin verkürzt.

Schweiz verpasst top-ten, zweiter durchgang wird eng
Vanessa Kasper wird 18., Sue Piller 22., Wendy Holdener steht als 23. sogar vor dem Aus. Die zweite Runde verspricht Dramatik: 22 Athletinnen trennen weniger als zwei Sekunden, die Piste ist weich, die Linien werden sich verschieben. Wer in Are zulegt, trägt sich mit einem Bein im Finale von Saalbach – und vielleicht schon mit der kleinen Kugel im Gepäck. Die große hingegen ist wieder ein Stück offen.
