Raptors holen ausgleich: entscheidung in ohio!

Toronto hat Cleveland in einem nervenaufreibenden Duell bezwungen und die Serie zwischen den Raptors und Cavaliers mit 2:2 ausgleichen können. Ein hart umkämpfter Sieg, der die Spannung in der NBA-Playoff-Serie ins Unermessliche steigert und nun alles für das entscheidende Spiel 5 in Ohio offen macht.

Ein kampf der nerven bis zur letzten sekunde

Die Partie war geprägt von Fehlwürfen und Ungenauigkeiten, doch am Ende zogen die Raptors den Kürzeren – oder besser gesagt, die längeren Nerven. Scottie Barnes, der sich in den entscheidenden Momenten als Fels in der Brandung erwies, traf im letzten Spielabschnitt von der Freiwurfline mehrfach und brachte Toronto damit zurück ins Spiel. Die Cavaliers hingegen scheiterten an ihrer eigenen Hektik und verwarfen wichtige Möglichkeiten.

Barnes als Matchwinner: Mit 23 Punkten war er der beste Werfer der Raptors. Brandon Ingram steuerte ebenfalls 23 Punkte bei, nachdem er einen schwachen Start hinter sich gelassen hatte. Toronto überlebte sogar eine erschreckende Quote von 4 von 30 Dreiern – ein Beweis für ihre Widerstandsfähigkeit und ihren Kampfgeist.

Was niemand so recht bemerkt hat: Die Raptors dominierten an den Brettern und zeigten eine beeindruckende Defensivarbeit. 18 Punkte von RJ Barrett und ein Double-Double von Collin Murray-Boyles rundeten das Bild ab. Es war ein Team-Effort, der die fehlende Treffsicherheit von außen kompensierte.

Die Cavaliers hingegen offenbarten erneut ihre Schwächen. Weder Donovan Mitchell noch James Harden konnten ihr Team in der entscheidenden Phase unterstützen. Mitchell erzielte zwar 20 Punkte, doch seine Trefferquote von 6 von 24 Würfen lässt tiefere Blicke zu. Harden kam auf 19 Punkte, sechs Turnover in der ersten Halbzeit wogen jedoch schwer.

Cavs verspielen chance im letzten viertel

Cavs verspielen chance im letzten viertel

Die letzten beiden Minuten sprechen eine deutliche Sprache: Cleveland verlor das Viertel mit 2:10. Ein Zusammenbruch, der zeigt, dass individuelles Talent allein nicht ausreicht. Die Cavaliers benötigen mehr als nur vereinzelte Glanzleistungen ihrer Stars, wenn sie die Serie noch drehen wollen.

Die Zahlen lügen nicht: Toronto gewann die Rebounds deutlich und zwang Cleveland zu zahlreichen Ballverlusten. Die bessere Spielanlage und die ruhigere Hand im Crunchtime waren letztlich ausschlaggebend für den Sieg. Harden und Mitchell müssen nun liefern, sonst ist für Cleveland in dieser Serie alles vorbei.

Mit dem Rücken zur Wand reisen die Cavaliers nun nach Ohio. Das Duell am Freitag wird zeigen, ob sie ihre Nerven im Griff haben und die individuelle Klasse in ein funktionierendes Mannschaftsspiel umsetzen können. Denn eines ist klar: So wie sie sich in Toronto präsentierten, haben sie gegen die Raptors kaum eine Chance.