Rapper sara socas singt vom fußballfieber und dem balón d'or
Die spanische Rapperin Sara Socas, bekannt für ihre Freestyle-Skills und provokanten Texte, hat eine unerwartete musikalische Hommage an den Fußball veröffentlicht. Ihr neuer Track 'Bonmatí' feiert Aitana Bonmatí, die frisch gekrönte dreifache Weltfußballerin, und offenbart dabei Socas' eigene, lange gehegte Leidenschaft für den Sport.
Von der bühne ins herz: socas' verbindung zum fußball
Bei einem exklusiven Gespräch in der Redaktion von MARCA offenbarte Socas, dass die Inspiration für 'Bonmatí' aus dem Wunsch entstand, ihre eigene Verletzlichkeit mit ihrer kraftvollen Bühnenpersönlichkeit zu verbinden. "In vielen Rap-Songs werden Namen von Fußballern zitiert. Ich wollte diese Tradition aufgreifen und meine eigene Interpretation hinzufügen, indem ich Aitana Bonmatí, eine absolute Ausnahmeathletin, würdigte," erklärte sie.
Die Wahl fiel auf Bonmatí, weil Socas in der Spielweise der Barcelona-Spielerin eine ähnliche Widerstandsfähigkeit sieht, die sie selbst im musikalischen Wettkampf verkörpert. "Aitana ist eine unglaubliche Fußballerin, eine Inspiration. Ihre Fähigkeit, nach Verletzungen stärker zurückzukommen, ist bewundernswert," so Socas.
Doch die Geschichte hat auch eine bittersüße Note. Socas gestand, dass das Fußballspielen einst ein Traum war, der ihr verwehrt blieb. "In meinem Heimatort Tegueste gab es kein Frauenteam, und ich schämte mich damals, dass ich nicht mitspielen konnte. Es klingt lächerlich, aber damals war es so," erinnert sie sich.
Trotzdem blieb die Liebe zum Fußball bestehen. Sie spielte mit ihrem Vater, Bruder und Freunden und bewahrte ihre alten Trikots des FC Arsenal und des FC Barcelona wie Schätze. "Der Fußball ist einer meiner größten unerfüllten Träume," gibt sie offen zu.

Kritik und empowerment: socas' kampf im rampenlicht
Als eine der wenigen Frauen in der Rap-Szene musste sich Socas immer wieder mit Vorurteilen und Kritik auseinandersetzen. "Früher hat mich das belastet, aber jetzt sehe ich es als Chance, andere zu inspirieren," sagt sie. Sie ermutigt junge Frauen, ihren Träumen zu folgen, auch wenn der Weg steinig ist. "Es ist wichtig, mit Kritik umzugehen, aber auch zu wissen, dass man wertvoll ist, unabhängig vom Geschlecht."
Socas betont, dass sie nicht als die "erste" oder "beste" Frau in der Szene gefeiert werden möchte, sondern einfach als eine weitere Künstlerin, die ihre Leidenschaft auslebt. "Ich will die Freiheit haben, mich auszudrücken und Fehler zu machen, so wie es die Männer schon seit Jahren tun."
Aktuell arbeitet Socas an neuen Projekten, darunter eine Zusammenarbeit mit einer spanischen Rapperin und weiteren Künstlern. Sie sieht die bevorstehende Champions League als eine Art musikalische Herausforderung. "Es ist Zeit, mich neu zu erfinden und meine musikalischen Grenzen zu erweitern," so Socas, die sich auch Zeit für ihre Familie, ihren Hund und ihre Leidenschaft für den Fußball nimmt. Und bei der Copa del Rey zwischen Barcelona und Atlético Madrid wird sie definitiv dabei sein, um ihr Lieblingsteam anzufeuern.
