Raphinha fällt aus – barças titelrennen droht ohne seinen turbo
Barcelona muss den Rest der Saison ohne Raphinha bestreiten – das ist keine Prognose, sondern Fakt. Der Brasilianer zog sich im Länderspiel gegen Frankreich einen Muskelfaserriss in der hinteren rechten Oberschenkelmuskulatur zu und verlässt sofort die Seleção, wie die CBF am Freitagmorgen mitteilte.

Das timing ist brutal
Hansi Flick verliert seinen Topscorer genau dann, wenn La Liga und Copa del Rey auf Messers Schneide stehen. Raphinha war mit 17 Scorerpunkten in 2025 der Dreh- und Angelpunkt des neuen Systems – jetzt fehlt ihm diese Dynamik für die entscheidenden Wochen.
Die Szene war harmlos. Kurz vor der Pause gegen Frankreich setzte er zum Sprint an, spürte ein scharfes Ziehen, hob die Hand, verließ mit hängendem Schritt den Platz. Carlo Ancelotti kommentierte noch im Mixed-Zone-Flash: „Er spielte stark, dann ging der Motor runter. Wir hofften auf Zerrung, aber das MRT zeigte mehr.“ Die Klarheit kam über Nacht: zweitgradiger Riss, Ausfall mindestens fünf Wochen.
Für Barça bedeutet das ein Puzzle ohne Eckstück. Lamine Yamal kann rechts aushelfen, doch Raphinhas Druck nach Ballgewinn und seine 35 km/h-Beschleunigung fehlen in Spielen, wo ein Tor den Unterschied zwischen Trophäe und Leer ausmacht.
Der Klub schweigt bislang zu einer genauen Zeitspanne – intern rechnet man mit Rückkehr Mitte Mai, also nach dem Ligapoker. Die medizinische Abteilung um Dr. Pruna setzt auf PRP-Infiltrationen und Kryotherapie, um die Heilung um einige Tage zu verkürzen. Ob das reicht, wird sich in Atléticos Wanda Metropolitano und im Copa-Halbfinale gegen Athletic zeigen.
Flick muss nun auf João Félix und Ferran Torres setzen – zwei Spieler, die in dieser Saison selten Dauerbrenner waren. Die Kaderplanung für 2025/26 bekommt ebenfalls Risse: Raphinha galt als handelbare Akteve, ein Verkauf sollte Mittel für einen neuen Neuner bringen. Verletzt sinkt die Ablöse, der Markt reagiert kalt.
Der Brasilianer selbst postierte lediglich ein Schwarz-Bild in den sozialen Netzen – kein Text, nur die Zeit 02:43 Uhr. Seine Stille ist laut genug: Er weiß, dass die Meisterschaft diesmal auch ohne ihn gewonnen werden muss.
