Rangnick sagt millionen-offerte ab – öfb bangt vor wm 2026

Die Bombe tickt in Marbella. Ralf Rangnick hat das erste Verlängerungs-Angebot des Österreichischen Fußball-Bundes abgelehnt – obwohl die Funktionäre bereit waren, sein Gehalt auf zwei Millionen Euro zu verdoppeln. Die WM-Vorbereitung läuft, die Zukunft des Teamchefs steht plötzlich wieder offen.

Warum der „bundestrainer der herzen“ zögert

Der 67-Jährige genießt im Kabineninneren Kultstatus. Paul Wanner und Carney Chukwuemeka wechselten nur, weil Rangnick monatelang telefonierte. Doch genau diese Loyalität macht ihm jetzt zu schaffen. Er will nicht nur eine Goldkette, sondern ein Sanierungsplan für den halbverrosteten Verband. Laut Insidern fordert er: klare Kompetenzgrenzen, eine modernisierte Nachwuchsabteilung und Mitsprache bei Sponsorenverträgen. Kurz: Rangnick will nicht nur coachen, er will umbauen.

Die vier Top-Sponsoren – Raiffeisen, Uniqa, IMMOunited und ein weiterer Geheiminvestor – haben bereits zugesagt, 50 Prozent des künftigen Saläts zu übernehmen. Eine Privatfinanzierung, wie sie sich sonst nur Ronaldo leisten kann. Doch selbst das reicht nicht. Rangnick will offenbar strukturelle Garantien bis zur EM 2028, nicht nur eine fetten Scheck.

Die zeit läuft: entscheidung fällt vor april

Die zeit läuft: entscheidung fällt vor april

Josef Pröll, Aufsichtsratsboss des ÖFB, bestätigt: „Wir arbeiten an einem Gesamtpaket.“ Klingt nach Verhandlung, ist aber ein Euphemismus. Die Frist ist knapp: Nach den Länderspielen gegen Ghana (18 Uhr) und Südkorea (31. März) will Rangnick seine Entscheidung verkünden. Noch vor der WM. Noch be der Plane nach Amerika startet.

Was passiert, falls er „Nein“ sagt? Der ÖFB müsste binnen Wochen einen Nachfolger finden, der dieselbe Spielphilosophie vertritt, dieselbe Autorität besitzt – und bereit ist, in alten Strukturen zu arbeiten. Die Liste ist kurz. Die Panik groß.

Rangnick selbst scherzte jüngst: „Ich bin alt genug, um zu wissen, dass Eile nichts taugt.“ Doch der Verband ist nicht alt, er ist verfahren. Und Verfahrenes braucht manchmal einen Knall, bevor es sich bewegt. Der Countdown läuft – und mit ihm die Frage, ob Österreichs Fußball seine größte Chance auf Modernisierung nutzt oder verspielt.