Rangnick rüttelt die startelf wach: chukwuemeka und wanner jagen rangnick-elf richtung wm

Das 1:0 gegen Tunesien war nur die halbe Wahrheit. Hinter dem glanzlosen Sieg der österreichischen Nationalmannschaft verbirgt sich ein flüsternder Machtkampf: Trainer Ralf Rangnick hat die Hackordnung neu gemischt, und zwei Youngster schieben sich nach vorne.

Platzverweis, aluminiumpech und ein spätes tor

Die ersten 45 Minuten waren eine Geduldsprobe. Konrad Laimer stoppte einen Konter mit der Hand, sah Rot, und plötzlich stand Österreich mit zehn Mann. Dazu klatschte ein tunesischer Schuss an die Latte. Der Ausgleich lag in der Luft.

Doch Rangnick reagierte. Fünf Wechsel zur Pause. Drei etablierte Kräfte blieben in der Kabine. Carney Chukwuemeka und Paul Wanner kamen, bewegten den Ball schneller, spielten mutiger. In der 78. Minute traf Marcel Sabitzer zum Siegtreffer. Die Wende war perfekt.

Rangnicks knallhartes fazit

Rangnicks knallhartes fazit

„Das heutige Spiel hat schon noch ein paar Karten neu gemischt“, sagte Rangnick nach Abpfiff. Für Stefan Lienhart, Michael Gregoritsch und Florian Schmid heißt das: Der Stammplatz schwankt. Für Arnautovic und Alaba, beide schon in der Kabine, war die Halbzeitpflicht ein Signal: Erfahrung allein zählt nicht.

Laimer atmete tief durch. Die Rote Karte bleibt ohne WM-Sperre – eine glückliche Fügung. „Mit einem blauen Auge davongekommen trifft es ganz gut“, lachte er, noch angezogen vom Rasen des Ernst-Happel-Stadions.

Die Weltmeisterschaft rückt näher. Rangnick hat seine Elf gewarnt. Die Stunde der Jungen beginnt jetzt.