Rangnick: riesengewinne? nur mit glücklicher wahl!
Wien atmet auf – zumindest vorübergehend. Österreich gegen Argentinien, ein Duell, das vor dem Hintergrund der WM-Historie und der aktuellen Kräfteverhältnisse fast schon als Demütigung hätte aussehen können. Doch Ralf Rangnick, der neue Teamchef, hat im Vorfeld eine klare Ansage gemacht: Wer hier wirklich viel Geld gewinnen möchte, der muss sich mit dem Glück auf seiner Seite fühlen.

Rangnicks these: argentinien ist nicht unschlagbar
Der erfahrene Sportexperte Rangnick, der ja auch schon in England seine taktischen Finessen unter Beweis gestellt hat, sieht in der argentinischen Elf keineswegs einen unbesiegbaren Giganten. Vielmehr betont er, dass die Ausgangslage durch zahlreiche Faktoren beeinflusst wird, die über die reine spielerische Qualität hinausgehen. „Natürlich sind sie der Favorit“, räumt er ein, „aber Fußball ist eben nicht immer nur Mathematik. Es braucht auch eine Prise Glück, einen starken Tag und die Fähigkeit, sich anzupassen.“
Die Wettquoten sprechen natürlich eine andere Sprache. Österreich wird als klarer Außenseiter gehandelt, was Rangnick jedoch nicht weiter überrascht. „Das ist normal“, so der Coach. „Aber wir wollen zeigen, dass wir uns dem Gegner ebenbürtig stellen können. Und wer weiß, vielleicht können wir ja mit einer Überraschung für Schlagzeilen sorgen.“
Lo que nadie cuenta ist die psychologische Komponente. Argentinien steht unter enormem Druck, insbesondere nach den letzten Jahren. Die Erwartungen sind hoch, die Medien sind aufmerksam. Österreich hingegen kann relativ unbeschwert agieren. Rangnick könnte diesen Vorteil geschickt ausnutzen, indem er seine Mannschaft mental stärkt und ihnen den Druck nimmt. Es gilt, das Spiel zu genießen und sich nicht von der vermeintlichen Überlegenheit des Gegners einschüchtern zu lassen.
Die Aufgabe ist gewaltig, aber nicht unmöglich. Rangnick hat bereits angekündigt, dass er personell einige Überraschungen bereithalten wird. Ob diese tatsächlich zum Erfolg führen, wird sich am Dienstag zeigen. Aber eines ist klar: Österreich wird alles daran setzen, den argentinischen Traum von einem weiteren Titel zumindest kurzzeitig zu unterbrechen.
