Raimund stürzt nach lahti-triumph auf holmenkollen ab
Philipp Raimund flog auf 119 Meter – und direkt raus aus dem Wettkampf. Acht Tage nach seinem ersten Weltcup-Sieg in Lahti landete der Olympia-Champion auf der Mythos-Schanze in Oslo auf Platz 36, weit hinter der Cut-Linie.
Deschwanden schreibt geschichte – raimund schreibt fehlstart
Der Schweizer Gregor Deschwanden nutzte den Wind, sprang 132,5 und 130,5 Meter und wurde mit 263,1 Punkten zum ältesten Weltcup-Neuling aller Zeiten. Raimund hingegen fand nie den Rhythmus. „Zwei Meter zu spät, voll durchgelatscht“, sagte er nach dem First-Round-Abstieg im ARD-Mikro. Schon in der Qualifikation war die Anlauf-Kontrolle ständig weg.
Die Hausberg-Schanze frisst Normalform. Der steile Anlauf, die ruppige Linie, die Böen über der Abbruchkante – wer hier nicht exakt den Moment trifft, rutscht unkontrolliert ins Tal. Raimund traf ihn nicht. 36. Platz, keine Finalrunde, keine Punkte.

Prevc und hoffmann folgen ins tal der tränen
Auch Domen Prevc, Sloweniens Shooting-Star, erwischte eine Windbö und flog raus. Felix Hoffmann, Deutschlands Hoffnungsträger, landete auf Rang 44. Beide schieden ebenfalls vor dem Finale aus. Die Konkurrenz dankt: Maximilian Ortner wurde Zweiter, Naoki Nakamura Dritter.
Die Szene zittert. Nach dem Spektakel von Lahti, wo Raimund den Sieg mit 142 Metern finalisierte, folgt jetzt die kalte Dusche. Die Saison ist lang, die Punktejagd eng, und wer einmal zweifelt, verliert in Oslo mehr als nur Meter.
Raimund packt die Ski ein, atmet durch, schluckt. Die Saison geht weiter, die Schanzen werden höher, die Erwartungen bleiben. Wer in Lahti jubelt, kann in Oslo fallen – das ist Skispringen, gnadenlos und schön.