Raiders feuern geno smith – mendoza-ära beginnt jetzt
Las Vegas hat entschieden. Geno Smith wird zu Beginn des neuen Liga-Jahres entlassen – sofern kein Trade-Partner auftaucht – und die Raiders machen damit unmissverständlich klar, wohin die Reise geht: raus aus der Übergangsphase, rein in einen echten Neuaufbau. Mit dem First Overall Pick in der Hand deutet alles auf Fernando Mendoza hin, den Heisman-Gewinner, der die Franchise langfristig prägen soll.
Ein move, der keine fragen offenlässt
Smith kam erst im vergangenen Jahr nach Las Vegas. Die Raiders gaben einen Drittrundenpick an die Seattle Seahawks ab, um ihn zu holen – und jetzt ist er schon wieder Geschichte. Weniger als eine Saison. Das ist kein Zeichen von Ungeduld, das ist ein Zeichen von Klarheit. Wer den Nummer-eins-Pick hält und Mendoza im Visier hat, braucht keinen Platzhalter mehr, der 18,5 Millionen Dollar gegen den Cap drückt.
Die Zahlen sind unangenehm, aber kalkuliert. Durch den Release sparen die Raiders rund acht Millionen Dollar Salary Cap – zahlen aber gleichzeitig 18,5 Millionen Dead Money, weil Smiths Garantie für 2026 trotzdem greift. Das ist der Preis für einen Neustart. Und offenbar ist Las Vegas bereit, ihn zu bezahlen.

Kubiak und smith – eine verbindung, die immer kurioser wird
Hier steckt eine Geschichte in der Geschichte. Klint Kubiak wechselte 2024 als Offensive Coordinator zu den Seahawks – und kurz danach wurde Smith zu den Raiders getradet. Jetzt ist Kubiak der neue Head Coach in Las Vegas, frisch vom Super-Bowl-Triumph mit Seattle, und erneut folgt Smith nicht mit. Zweimal dasselbe Muster. Ob das Zufall ist oder schlicht eine nüchterne Bewertung der Quarterback-Fähigkeiten, lässt sich von außen kaum sagen. Aber die Häufung ist bemerkenswert.

Smith landet auf einem überfüllten markt
Für Smith selbst öffnet sich nun die Free Agency – ein Markt, der schon ohne ihn alles andere als leer war. Kyler Murray könnte verfügbar werden, und bei den Miami Dolphins hängt die Zukunft von Tua Tagovailoa noch in der Luft. Drei Quarterbacks mit Pro-Bowl-Vergangenheit auf einmal – das wird ein Karussell, das so manches Team in Zugzwang bringt.
Smith selbst hat bewiesen, dass er auf hohem Niveau spielen kann. Zwei Pro-Bowl-Nominierungen sprechen für sich. Irgendwo wird er landen, irgendwo wird er starten wollen. Die Frage ist nur, ob ein Team bereit ist, ihm das Vertrauen zu geben, das Las Vegas ihm nicht mehr schenkt.
Die Raiders haben ihren Kurs gesetzt. Mendoza soll kommen, eine neue Ära soll beginnen – und 18,5 Millionen Dead Money sind in diesem Fall der Eintrittspreis für die Zukunft.
