Rahms abendmahl: seves genialer schachzug im ryder-cup-albtraum

Der Masters, ein Fest der Tradition, kulminierte am Dienstag in einer Abendveranstaltung, die mehr als nur ein Dinner war – ein Wiedersehen mit Legenden und ein Reservoir an Anekdoten. Jon Rahm, der aktuelle Champion, erlebte diese Atmosphäre zunächst überwältigend, besonders angesichts der illustren Gesellschaft von Nicklaus, Watson und Faldo.

Die ryder-cup-geschichte, die rahm zum lachen brachte

Die ryder-cup-geschichte, die rahm zum lachen brachte

Doch während der erste Abend von Ehrfurcht geprägt war, offenbarte Rahm auf dem zweiten, was wirklich in Erinnerung geblieben ist. Eine Geschichte, erzählt von Bernhard Langer, ließ ihn laut auflachen – eine Geschichte, die in der Ryder Cup Geschichte des Jahres 1997 ihren Ursprung hat. Langer berichtete von einem Vier-Ball-Match, vermutlich gegen die Amerikaner Monty und einen weiteren unbekannten Spieler, bei dem ein Schlag katastrophal in die Büsche ging. Valderrama, bekannt für seine unbarmherzigen Bäume und den dichten Rough, ließ keine Gnade.

“Bernhard versuchte, den Ball zu schlagen”, so Rahm, “und dann kam Seve. Er schlüpfte unter die Äste, genauso wie nur er es konnte, und fragte: 'Bernhard, hast du schon überlegt, mit einem Eisen 2 über die Bäume zu schlagen und einen Slice von 50 Yards zu machen?'”, beschrieb Rahm das Bild mit einem Schmunzeln. Langer ignorierte den Vorschlag, spielte einen Chip, brachte den Ball auf das Grün und sicherte sich ein Par. Die Amerikaner hingegen benötigten drei Putts.

Die Pointe des Ganzen? Tiger Woods und Mark O'Meara, die das Unglück hatten, direkt vor dieser Szene zu stehen, riefen aus: 'Das waren wir!'. Rahm kann sich noch gut erinnern, wie er sich fragte, wie man so etwas vergessen könne, angesichts des Sieges über Tiger Woods. Eine Erinnerung, die zeigt, dass selbst im professionellen Golf Humor und unvergessliche Momente Einzug halten – auch wenn sie auf Kosten anderer Spieler gehen.

Die Geschichte unterstreicht nicht nur Seves unkonventionelle Spielweise und seinen unbändigen Geist, sondern auch die Rivalität und den sportlichen Geist, der den Ryder Cup so besonders macht. Es ist ein Beweis dafür, dass selbst in den höchsten Sphären des Golfsports die menschliche Komponente und das unerwartete Glück eine wichtige Rolle spielen.