Rahm verpasst triumph in aronimink – respekt für rai!
Aronimink, Pennsylvania – Jon Rahm musste sich am Sonntag mit dem zweiten Platz zufrieden geben, obwohl er ein starkes Turnier zeigte. Aaron Rai krönte sich zum Sieger, während Rahm die bittere Erkenntnis hinnehmen musste, dass auch exzellentes Golf nicht immer zum Sieg führt. Ein knapp verpasster Triumph, der jedoch wertvolle Erkenntnisse lieferte.
Die greens als stolperstein für den weltklassespieler
Rahm selbst war mit seiner Leistung zufrieden, auch wenn sie letztendlich nicht ausreichte. „Ich habe wirklich guten Golf gespielt“, sagte er nach der Runde. „Es gibt keine andere Möglichkeit, es zu sehen. Nur die Geschwindigkeit der Greens hat mich etwas aus dem Konzept gebracht. Ich konnte den Ball nicht oft genug ins Loch rollen, und das hat sich in den verpassten Birdies gerührt.“ Die Herausforderung lag klar auf den, wie er fand, unberechenbaren Grüns.
Der Amerikaner schilderte, wie er bis zum 16. Loch noch Hoffnung hatte. „Ich war bis zum 16. Loch sehr zuversichtlich. Ich dachte, wenn ich den Schlag aus dem Bunker auf der 17. ins Loch bekomme, habe ich eine Chance. Aber man kann nicht zu risikofreudig sein, denn wenn man die Flagge verfehlt, ist man vom Grün und hat das Birdie verpasst.“ Ein entscheidender Moment war der Chip auf der 13., der, wie er zugab, seine Chancen verspielt haben könnte. „Der Chip auf der 13. war entscheidend. Bei dieser Platzgestaltung und den Positionen der Fahnen kann man aber nicht zu aggressiv spielen.“

Bewunderung für den unkonventionellen sieger
Dabei vergaß Rahm nicht, seinem Konkurrenten Aaron Rai Anerkennung zuteil zu werden. „Ich habe nicht viel Zeit mit ihm verbracht, aber ich habe gehört, dass es kaum freundlichere und bessere Menschen gibt“, lobte er. „Jemand, der seine Eisen mit Schlägertaschen schützt, weil er als Kind so viel Respekt vor seiner Ausrüstung hatte und das auch weiterhin zeigt… das sagt viel über eine Person aus.“ Diese Geste der Wertschätzung unterstreicht den Respekt, den Rahm für Rai empfindet.
Die Bedingungen auf dem Platz wurden im Laufe des Tages schwieriger. „Alles, was am Morgen noch gut gelandet ist und man kontrollieren konnte, wurde am Nachmittag schwieriger zu handhaben. Und das in Kombination mit den schnelleren Grüns… das machte alles schwieriger. Deshalb muss man Aaron mehr Anerkennung geben. Mit drei Bogeys fünf Schläge unter Par zu spielen, ist etwas Außergewöhnliches.“
Rahm äußerte sich zudem skeptisch über die ursprünglichen Erwartungen an das Turnier. „Als ich zu Beginn der Woche hörte, dass man hier mit 15 oder 20 Schlägen unter Par gewinnen würde, dachte ich, das ist unmöglich.“

Was braucht es für den nächsten major-sieg?
Obwohl nur drei Schläge den Unterschied ausmachten, ist sich Rahm bewusst, dass der Abstand im Profisport minimal sein kann. „Ich spiele sehr guten Golf und habe diese Woche definitiv gut gespielt, um eine Chance auf den Sieg zu haben. Ich werde also weitermachen und das tun, was ich gut kann.“ Das Turnier in Aronimink lieferte ihm Antworten auf Fragen, die ihm nach Augusta, dem ersten Major des Jahres, offen geblieben waren. Die verpassten Meter-Putts am Samstag zeigten jedoch, wo noch Verbesserungspotenzial besteht. „Ich muss die ganze Woche analysieren, um zu sehen, was ich ändern oder verbessern muss. Im Moment bin ich noch sehr beschäftigt mit dem, was heute passiert ist.“
Die Niederlage in Aronimink mag schmerzhaft gewesen sein, doch sie hat Jon Rahm wertvolle Erkenntnisse geliefert und ihn auf seinem Weg zu weiteren Majors weitergebracht. Die Lektion ist klar: Konstanz und Präzision sind der Schlüssel zum Erfolg im Top-Golf.
